Lilium
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100 Millionen Dollar für den Senkrechtstarter

Lilium Jet
Lilium Jet, © Lilium

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MÜNCHEN - Mit dem Versprechen, Passagiere von der Innenstadt von Manhattan zum JFK Flughafen in nur fünf Minuten zu bringen, hat der Designer elektrisch fliegender Jet-Taxis Lilium 90 Millionen US-Dollar von Investoren, darunter Tencent Holdings, eingesammelt.

Das Münchner Startup will das Geld nutzen, um einen Prototypen zu bauen, der fünf Personen Platz bietet und bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnell fliegen kann, nachdem sein bestehendes zweisitziges Testmodell im April erfolgreich den ersten Flug absolvierte, sagte Chief Commercial Officer Remo Gerber.

Weitere Unterstützer sind die Liechtensteiner Privatbank LGT Group, Twitter-Mitbegründer Ev Williams Obvious Ventures und der britischer Investor Atomico, wodurch das eingesammelte Gesamtkapital des Unternehmens auf mehr als 100 Millionen Dollar steigt.

"Wir denken, dass unsere Technologie schnell in städtischen Gebieten oder zwischen Städten angewendet werden könnte - alles, was Sie brauchen, ist ein Landeplatz", sagte Gerber. "Wir suchen nach Partnern, die den Flugbetrieb zu einem Preis, der mit dem Zug oder dem Taxi vergleichbar ist, durchführen können."

Während fliegende Taxis noch ganz am Anfang stehen - Gerber schätzt es wird noch mehrere Jahre dauern, bis Lilium-Jets für die Massenproduktion bereit sind - hat diese Transport-Art bereits Investitionen von Daimler in das deutschen Startup Volocopter angezogen, ebenso wie Investments von Airbus in das automatisiertes Flugprojekt namens Vahana.

Lilium Erstflug, © Lilium

Da es sich noch um Prototypen handelt, sind bestimmte behördliche Prüfungen notwendig, bevor der kommerzielle Einsatz stattfinden kann.

Experten von Airbus und Tesla

Gegründet im Jahr 2015 von vier Akademikern an der Technischen Universität München, hat Lilium seither leitende Angestellte von Gett Taxis, Airbus und Tesla abgeworben. Das Testflugprogramm im April beinhaltete einen Mid-Air-Übergang vom Hover-Modus zum vorwärts gerichteten Flügel-Flug.

"Was man hier derzeit sieht, sind eine Menge von Konzepten, die auf verschiedenen Technologien basieren - unter anderem Drohnen und Flugzeuge", sagte Gerber.
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Lilium | 05.09.2017 09:55

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Beitrag vom 07.09.2017 - 17:14 Uhr
Die Redundanzen dürften zusätzlich neben der Energieversorgung auch im Bereich der Systeme liegen.
Das Fluggerät kann doch nur mit Rechnerunterstützung geflogen werden!
Ob 100M reichen? Schliesslich muss man den Flieger doch zulassen. Ist das Fluggerät ein Flugzeug wie der Osprey, der doch auch nur senkrecht starten und landen kann (auch mit einem Propeller?).

Beim Osprey kann im Notfall ein Triebwerk über eine Welle beide Propeller betreiben.
Die Komplexität eines V22 dürfte (auch durch solche notwendigen Redundanzen) aber um Größenordnungen über der des hier vorgestellten Konzepts liegen.

Die Größe eines Lilium Jets erlaubt ( wie bei heutigen ULs ) den Einsatz eines Rettungsschirms. Das dürfte die Zulassung vereinfachen und die notwendigen Redundanzen (sprich: Entwicklungskosten und Gewicht) reduzieren helfen.
Meine größte Sorge wären Gewicht und Standfestigkeit der Akkus. Wenn die Entwickler dafür eine geschickte Lösung haben, dann könnte das Konzept was werden.

wenn die entwickler DAFÜR eine Lösung haben und diesen Jet bauen, sind es die größten Genieidioten der welt.
Dann wäre das einzig richtige auf den Jet zu scheixxen und die Lösung mit der Energie weiter zu verfolgen.

Fluggerät + 400kg PAX über 600km mit 300km/h in ca. 1000m zu fliegen, wow.
Die benötigte Energiemenge ist gigantisch, heutige Speichertechnologie viel zu schwer, zu teuer und mit zu geringer Kappazität.

Da braucht es keine geschickte Lösung, sondern eine Lösung dieses Problems macht diejenigen zu Nobelpreisträgern, Milliadären und verändert die Welt in ihren Grundfesten.

Ja, da ist was dran... das wird wirklich knifflig.
Wenn das wirklich fliegt, sind auch E-Autos kein Problem mehr.
Vielleicht ergibt dieses Projekt ja auch dann letztendlich eine real existierende Variante mit 20km Reichweite bei 120km/h - unter Einsatz eines Range extenders auf Kerosin-Basis ...
Bleibt spannend...
Beitrag vom 07.09.2017 - 15:54 Uhr
Die Redundanzen dürften zusätzlich neben der Energieversorgung auch im Bereich der Systeme liegen.
Das Fluggerät kann doch nur mit Rechnerunterstützung geflogen werden!
Ob 100M reichen? Schliesslich muss man den Flieger doch zulassen. Ist das Fluggerät ein Flugzeug wie der Osprey, der doch auch nur senkrecht starten und landen kann (auch mit einem Propeller?).

Beim Osprey kann im Notfall ein Triebwerk über eine Welle beide Propeller betreiben.
Die Komplexität eines V22 dürfte (auch durch solche notwendigen Redundanzen) aber um Größenordnungen über der des hier vorgestellten Konzepts liegen.

Die Größe eines Lilium Jets erlaubt ( wie bei heutigen ULs ) den Einsatz eines Rettungsschirms. Das dürfte die Zulassung vereinfachen und die notwendigen Redundanzen (sprich: Entwicklungskosten und Gewicht) reduzieren helfen.
Meine größte Sorge wären Gewicht und Standfestigkeit der Akkus. Wenn die Entwickler dafür eine geschickte Lösung haben, dann könnte das Konzept was werden.

wenn die entwickler DAFÜR eine Lösung haben und diesen Jet bauen, sind es die größten Genieidioten der welt.
Dann wäre das einzig richtige auf den Jet zu scheixxen und die Lösung mit der Energie weiter zu verfolgen.

Fluggerät + 400kg PAX über 600km mit 300km/h in ca. 1000m zu fliegen, wow.
Die benötigte Energiemenge ist gigantisch, heutige Speichertechnologie viel zu schwer, zu teuer und mit zu geringer Kappazität.

Da braucht es keine geschickte Lösung, sondern eine Lösung dieses Problems macht diejenigen zu Nobelpreisträgern, Milliadären und verändert die Welt in ihren Grundfesten.
Beitrag vom 07.09.2017 - 09:32 Uhr
Die Redundanzen dürften zusätzlich neben der Energieversorgung auch im Bereich der Systeme liegen.
Das Fluggerät kann doch nur mit Rechnerunterstützung geflogen werden!
Ob 100M reichen? Schliesslich muss man den Flieger doch zulassen. Ist das Fluggerät ein Flugzeug wie der Osprey, der doch auch nur senkrecht starten und landen kann (auch mit einem Propeller?).

Beim Osprey kann im Notfall ein Triebwerk über eine Welle beide Propeller betreiben.
Die Komplexität eines V22 dürfte (auch durch solche notwendigen Redundanzen) aber um Größenordnungen über der des hier vorgestellten Konzepts liegen.

Die Größe eines Lilium Jets erlaubt ( wie bei heutigen ULs ) den Einsatz eines Rettungsschirms. Das dürfte die Zulassung vereinfachen und die notwendigen Redundanzen (sprich: Entwicklungskosten und Gewicht) reduzieren helfen.
Meine größte Sorge wären Gewicht und Standfestigkeit der Akkus. Wenn die Entwickler dafür eine geschickte Lösung haben, dann könnte das Konzept was werden.

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2017 09:33 Uhr bearbeitet.


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