Irkut und Suchoi verschmelzen
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Russische UAC bündelt Zivilflugsparte

Irkut MS-21-300 - Erstflug am 28. Mai 2017
Irkut MS-21-300 - Erstflug am 28. Mai 2017, © UAC

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MOSKAU - Russland bündelt die Zivilflugaktivitäten seiner Flugzeugbauer Irkut und Suchoi seit September unter einem neuen Dach. Damit sollen Marketing, Verkauf und Kundenbetreuung verbessert werden, um mehr Marktanteile zu erobern und unabhängiger von militärischen Aufträgen zu werden.

Am 1. September hätten die Vorstände der Irkut Corporation und der Sparte Suchoi Civil Aircraft Beschlüsse über die Umwandlung in eine gemeinsame Einheit gefällt, teilte die russische Flugzeugbauholding UAC mit. Auf der Basis von Irkut solle eine einheitliche Firma aufgebaut werden.

Dies folge Direktoriumsbeschlüssen vom Dezember 2016. Sämtliche vertraglichen Verpflichtungen aus heutigen und künftigen Flugzeugbauprogrammen würden erfüllt.

UAC Präsident Juri Slyusar wird neuer Präsident der Irkut Corporation. Der bisherige Präsident Oleg Demtschenko wird dafür Erster Vizepräsident und Chefkonstrukteur der Irkut Corporation. Suchoi Civil Aircraft übernimmt künftig für alle UAC-Flugzeugmuster die Marketing-, Verkaufs- und Kundenbetreuungsdienste.

Der Unternehmensumbau soll dabei helfen, den Anteil ziviler Produkte im Angebot von UAC bis zum Jahr 2035 auf 45 Prozent zu erhöhen. Dann sei der Bau von 100 bis 120 Verkehrsflugzeugen pro Jahr geplant. Außerdem sollen die wirtschaftliche Effizienz erhöht und die Produktionskosten gesenkt werden, so UAC in einer Pressemitteilung.

Vor allem durch die Zentralisierung der Unterstützungsprozesse und durch die Verringerung der Leitungsebenen will man in Russland sparen.

Die Mittel seien in Entwicklung, Fertigung und Vermarktung russischer Verkehrsflugzeuge besser angelegt, die ohne Unterbrechungen zwischen den einzelnen Programmen von vereinfachter Zulassung und Lizensierung profitierten. Kern des Umbaus werde die neue UAC Unternehmenszentrale, die auch zwischen ihren Sparten Militär, Transportflugzeuge und Spezialflugzeuge Wissen austauschen soll.

"Wir stehen an einem Punkt, an dem die alten Strukturen für neue Herausforderungen nicht mehr geeignet sind", sagte Slyusar. "Früher standen wir im Wettbewerb innerhalb unseres Landes. Jetzt müssen wir uns gegen globale Player im globalen Wettbewerb behaupten. Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, können wir nicht wettbewerbsfähig werden."
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: UAC | 07.09.2017 08:07


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