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Eine halbe Milliarde Euro für Air Berlin

Air Berlin Airbus A320
Air Berlin Airbus A320, © Air Berlin

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NÜRNBERG - Air Berlin nimmt bis Freitag Übernahmeangebote entgegen. Dem Nürnberger Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl ist die insolvente Airline unter bestimmten Umständen eine halbe Milliarde Euro wert. Seine Beteiligungsfirma Intro habe am Sonntag ein entsprechendes Angebot übermittelt.

"Die erste Rate beträgt 50 Millionen Euro und ist am Übergabetag fällig", teilte Wöhrl auf Facebook mit. "Die weiteren Tranchen sind ergebnisabhängig und belaufen sich auf bis zu 450 Millionen Euro". Das Angebot gelte für die gesamte Air Berlin Gruppe "wie sie zum 31. Dezember 2016 bestand".

Intro, die einst dba und LTU an Air Berlin abgab, will Air Berlin wie zuletzt Cityjet in eine Linien- und eine ACMI-Ops aufteilen.

"Air Berlin soll unter eigenem Namen wichtige innerdeutsche Verbindungen, sowie ein stabiles Angebot ex Berlin und ex Düsseldorf betreiben", skizzierte Wöhrl die Pläne. "Die übrigen Flugzeuge sollen inklusive Besatzung und Wartung (ACMI) an die Partner oder andere Airlines verchartert werden."

Durch erhebliche Einsparungen bei "Leasingraten, Zinsen und anderen Verpflichtungen" werde davon ausgegangen, "dass bereits das Sommerprogramm 2018 kostendeckend sein wird". Lufthansa, Condor, TUI, Germania und Niki Lauda habe man eingeladen, sich an dem Angebot zu beteiligen.

Auch eine Direktbeteiligung an der Aurum Project AG, dem Übernahmevehikel für Air Berlin, sei möglich. "Bei Fluggesellschaften gilt dies vor allen Dingen dann, wenn diese auch Flugzeuge chartern und entsprechende Auslastungsgarantien geben."

Ihre aktuelle Personalstärke kann Air Berlin laut Wöhrl halten. Im Falle eines späteren Weiterverkaufs stellte er den Mitarbeitern eine Gewinnbeteiligung in Aussicht.

Unterdessen setzt Lufthansa ebenfalls zur Übernahme von Air Berlin an und einigte sich mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO auf die Eingliederung neuer Mitarbeiter in einen "Tarifvertrag Zukunft."
© aero.de | Abb.: Air Berlin | 11.09.2017 08:31

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Beitrag vom 11.09.2017 - 12:36 Uhr
Wie gut er das Airline Geschäft versteht hat man bei Intersky gesehen
Beitrag vom 11.09.2017 - 11:47 Uhr
Wöhrl kann natürlich anbieten, was er will.
Wöhrl könnte natürlich in Eigenregie die AB zerfleddern: Leasing an LH, EasyJet.. und Freisetzen der restlichen AB-MA.
Als Steuerzahler erwarte ich, dass der Überbrückungskredit bezahlt wird...
Was kommt von den anderen Bietern?


Beitrag vom 11.09.2017 - 10:53 Uhr
Der Satz "Im Falle eines späteren Weiterverkaufs stelle er den Mitarbeitern eine Gewinnbeteiligung in Aussicht", läßt allerdings tief blicken. Wenn die Vergangenheit eine Indikation für die Zukunft ist, dann scheint Wöhrl doch in erster Linie daran interessiert zu sein mit Air Berlin persönlich Gewinn zu machen, was ihm in der Vergangenheit ja auch gelang. Für die Mitarbeiter scheint das aber keine ausreichende Zukunftsperspektive zu sein, solange es andere ernsthafte Bieter wie die Lufthansa gibt. Die Frage ist natürlich wie das für die Mitarbeiter in der Verwaltung aussieht. Die scheinen mir bei der Option LH die Gekniffenen zu sein. Auch beim Wöhrlgebot gibt es keine lange Perspektive, aber kurzfristig immerhin eine Fragliche.


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