#DAS17
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Boom-Demonstrator soll Ende 2018 fliegen

DUBAI - Das amerikanische Unternehmen Boom Aerospace hat auf der Luftfahrtmesse in Dubai angekündigt, dass sein verkleinerter Demonstrator XB-1 Ende 2018 zum Erstflug starten soll. 2023 soll dann dessen große Schwester für 55 Passagiere in Dienst gestellt werden.

Der Überschall-Demonstrator XB-1 werde Ende 2018 zum Erstflug starten und dann über der Mojave-Wüste bei Überschallflügen erprobt, kündigte Boom-Chef Blake Scholl in Dubai an. Die XB-1 ist ein auf ein Drittel der Größe des späteren Boom-Passagierjets verkleinerter Demonstrator.

Boom Supersonic
Boom Supersonic, © aero.de

Beide Flugzeuge sollen dank neuer Leichtbau-Werkstoffe und optimierter Lufteinläufe und -austritte ohne Nachbrenner bei niedrigen Kosten Reisegeschwindigkeiten von über Mach 2 erreichen.

Die XB-1, Spitzname "Baby Boom", brauche man, um Zulassungsbehörden und Investoren vom Konzept zu überzeugen, so Scholl. Er habe bereits Vorbestellungen für 76 Flugzeuge, darunter von Virgin. Den Gesamtmarkt für kleinere Überschall-Verkehrsflugzeuge und Geschäftsreisejets umreißt er mit 1.000 bis 2.000 in der nächsten Dekade. Bis zu 100 Jets pro Jahr wolle er produzieren können.

Allerdings ist für das große Boom-Modell noch keine Auswahl des Triebwerks getroffen worden. Scholl hatte auf der Pariser Luftfahrtmesse erklärt, es gebe dafür ein fertiges, passendes Honeywell-Triebwerk aus einem geheimen, militärischen Überschall-Marschflugkörperprogramm.

Nun heißt es, ein militärisches Triebwerk sei wegen Exportbeschränkungen und Sicherheitsbedenken grundsätzlich nicht verwendbar.

Boom dürfte in der verbleibenden, kurzen Zeit kaum ein eigenes Überschalltriebwerk entwickeln können. Ohne fertiges Triebwerk scheinen die Chancen, das ehrgeizige Projekt zu realisieren, deutlich ungewisser geworden zu sein. Wenigstens für den kleineren Demonstrator hat Boom bereits ein passendes Triebwerksmuster ausgewählt. Drei General Electric J85-21 Turbojets sollen ohne Nachbrenner für Tempo sorgen.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | Abb.: aero.de | 14.11.2017 20:05

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Beitrag vom 16.11.2017 - 22:34 Uhr
Stümper. Das Problem mit dem Triebwerk hätte doch im ersten Brainstorming-Meeting auffallen müssen.
Ich glaube ja eigentlich an das Konzept. Aber über Exportbeschränkungen und Flugzeugzulassung sollte man sich gaaaanz am Anfang seines Projektes informieren. Zeigt doch irgendwie, dass hier ziemlich unerfahrene Leute am Werk sind.
Dieses Marschflugkörpertriebwerk neu zu entwickeln für eine zivile Anwendung sollte eigentlich kein echtes Problem darstellen. Aber: es kostet Zeit und Geld. Ich denke wenn es gut läuft und die Investoren mitspielen, könnte das Flugzeug in 10 Jahren abheben. In 5 Jahren ist unter den aktuellen Umständen unrealistisch.
Beitrag vom 15.11.2017 - 22:20 Uhr


Grundsätzlich glaube ich jedoch nicht an eine schnelle Einschränkung, speziell wenn man ernsthaft an elektrogetriebene Verkehrsflugzeuge denkt. Deren Aufkommen wird in 10 bis 20 Jahren für deutliche Entlastungen bei Immissionen von Lärm, CO2 und Stickoxyden und Feinstaub sorgen. Alles Argumente auf die sich die Luftfahrtgegner jetzt immer mehr einschießen.

In 10-20 Jahren?
Wie soll das gehen?

Wenn man ernsthaft an Elktrogetriebenes fliegen denkt, bleibt nur eines:

Mit heutiger Technik unmöglich.
Min. 3-4 entwicklungsstufen oder den bahnbrechenden Durchbruch der Menschheit entfernt.
evtl. sogar pysikalisch unmöglich.
Beitrag vom 15.11.2017 - 21:09 Uhr
Ich glaube (Verschwörungstheorie an)
Das das Projekt genau wie die Concorde von den USA blockiert bzw verboten wird.

Ich glaube nicht das die jemals ein Nichtabfangbares bzw. Leicht abfangbares Privatflugzeug was genauso schnell wie ein Jäger ist zulassen werden.

Air France / BA hätte damals nahezu jeden Preis für die Concorde durchsetzten können und dann hieß es nach den ganzen Upgrades 2003 aufeinmal lohnt nicht mehr. Ich glaube immer noch das sich da im Heimatschutz jemand über das Szenario Concorde Und Terror Gedanken gemacht hat. Wirtschaftsaspekte glaube ich einfach nicht.

Ja es ist verschwörungskrempel. Aber das ist mir in dem Fall egal.

Daniel

Hallo Daniel,

es gab nie eine Verschwörung. Der Überschallflug für den nominalen PAX ist heute wie damals einfach überzogen und unwirtschaftlich. Technisch machbar.

Aber was bringt das? und wozu?

Warum muss man heutzutage einen solchen Wahnsinn betreiben?




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