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Norwegian vernetzt die Amerikas

Norwegian Boeing 787-9
Norwegian Boeing 787-9, © Norwegian

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BUENOS AIRES - Die argentinische Sparte der Norwegian Air Shuttle plant Direktflüge von Buenos Aires nach Los Angeles, New York und Istanbul. Innerhalb der kommenden zehn Jahre will die Airline gut vier Milliarden US-Dollar in Argentinien investieren.

Die Billigairline peilt auch Flüge in Städte wie Dallas, Honolulu und Johannesburg an. Laut Ole Christian Melhus, dem Chef der Airline in Argentinien, sollen die US-Flüge Ende 2018 starten. Zunächst beginnt Norwegian Air Argentinas mit inner-argentinischen Flügen und Zielen innerhalb Lateinamerikas.

Norwegian will ein großes Stück des Kuchens ergattern, den die argentinische Luftfahrtbehörde den Billigairlines derzeit anbietet. In den vergangenen 15 Jahren waren am Himmel über Argentinien weitgehend Flugzeuge der staatlichen Aerolíneas Argentinas unterwegs.

Seit 2016 hat die Luftfahrtbehörde begonnen, den Markt schrittweise für Billiganbieter zu öffnen. Norwegian hat in rasantem Tempo Flugzeuge beschafft und ihre Ziele über den Globus ausgeweitet - von kleineren Städten in den USA bis hin zu Zielen in Südostasien.

Zugleich sieht Norwegian-Chef Bjorn Kjos sich immer wieder genötigt, Spitzen der Konkurrenz-Airlines zu begegnen, die gerne öffentlich die Liquidität von Norwegian anzweifeln.

Bis zu 70 neue Flugzeuge


Laut Melhus wird Norwegian für die Argentinien-Pläne der Airline 50 bis 70 Flugzeuge leasen und 3.200 Mitarbeiter einstellen. Norwegian liebäugelt dabei mit Boeing 737-800 für Inlandsflüge, 737 Max für Regionalflüge und dem 787 Dreamliner oder dem Airbus A321neo für Langstreckenflüge.

Die argentinische Luftfahrtbehörde ANAC hat Norwegian im Oktober 2017 die Erlaubnis erteilt, 153 der 156 beantragten nationalen und internationalen Strecken zu bedienen. Der erste Flug der Billigairline von London nach Argentinien ist für den 14. Februar 2018 angesetzt: zum Preis von 700 US-Dollar.

In den USA haben einige Gewerkschaften und Airlines sich darüber beschwert, dass Norwegian seine Expansionsbemühungen auf ein irisches Subunternehmen stützt. Der Vorwurf: Mit diesem Schachzug umgeht die Billigairline nationale Arbeitnehmerrechte und gewinnt dadurch einen Wettbewerbsvorteil.
© Bloomberg, aero.de (boa) | Abb.: Norwegian | 01.12.2017 08:11


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