Trolleys gegen Aufpreis
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Ryanair verschärft Handgepäckregeln

Ryanair in Nürnberg
Ryanair in Nürnberg, © Flughafen Nürnberg

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DUBLIN - Ryanair-Passagiere mit großem Handgepäck müssen sich ab diesen Montag (15.1.) auf neue Regeln einstellen.

So ist die Mitnahme von zwei Handgepäckstücken zwar weiterhin kostenlos. Das größere - üblicherweise ein Standard-Kabinen-Rollkoffer - darf aber nur noch mit in die Kabine nehmen, wer den Aufpreis für das "Priority Boarding" bezahlt hat.

Die übrigen Passagiere müssen ihr größtes Handgepäckstück am Gate abgeben. Es wird dann kostenlos im Frachtraum des Flugzeugs befördert. Bisher hatte Ryanair wie andere Airlines je nach Handgepäckaufkommen am Gate entschieden, ob Bordtrolleys in den Frachtraum müssen.

Ryanair reagiert darauf, dass die Gepäckfächer in den Boeing-Jets nicht einmal halb so viele Rollkoffer fassen, wie Passagiere an Bord passen. Es gehe darum, Verspätungen durch Verzögerungen beim Boarding zu vermeiden, erklärt Ryanair-Marketingchef Robin Kiely.

Bisher hatte Ryanair bei 90 Bordtrolleys die Grenze gezogen. Die restlichen Passagiere in der Schlange mussten dann davon überzeugt werden, ihre Koffer abzugeben. Dies kostete Nerven und Zeit. Vor allem letzteres brachte die Airline in Bedrängnis, die ihre Maschinen nach der Landung möglichst schnell wieder in die Luft bringen will.

Im Gegenzug zur Verschärfung der Handgepäckregeln senkt Ryanair den Preis für aufgegebenes Gepäck von 35 auf 25 Pfund. Zudem darf es künftig 20 statt 15 Kilogramm wiegen.
© dpa | 14.01.2018 09:29

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Beitrag vom 15.01.2018 - 00:21 Uhr
Grundsätzlich erachte ich den Schritt Ryanairs gar nicht so verkehrt.

In vollen Fliegern ist die Suche von Platz in den Gepäckfächern regelmäßig Zeit und Nervenaufreibend, vor allem dann, wenn man spät einsteigt und die Fächer schon voll sind.

Durch die Trolleys werden auch mit Ansage kleinere Taschen und Jacken zerdrückt, vor allem durch die Räder. Der Zeitvorteil und und Vermeidung des Risikos von Gepäckverlust in allen Ehren, aber es nimmt teilweise überhand - nicht nur in der 737, auch im A320.

Von daher ist es vielleicht mal wieder an der Zeit, den Begriff „Handgepäck“ wieder auf ihre eigentliche ursprüngliche Bedeutung zurückzuführen.

Nachahmer-Airlines wird es aber kaum geben, da dies ein perfektes Thema ist, sich Fluggäste zur vergraulen. Den Einwand bei Transport von empfindlichen und teuren Gegenständen wie eine Fotoausrüstung kann ich aber nachvollziehen. So etwas gehört nicht aufgegegen.
Beitrag vom 14.01.2018 - 15:40 Uhr
Leider führen diese Handgepäckregeln dazu, dass ich als Hobbyfotograph nicht mit Ryanair reisen kann.
Mein Fotorucksack passt exakt in die „Testboxen“ für Handgepäck, aber bei Ryanair muss Handgepäck flacher sein.
Allerdings sprechen der Wert des Rucksackinhalts und die LithiumIonen-Akkus gegen eine Aufgabe als normales Gepäck.

Versichert sind nur 1300€ maximal gegen 50€ Zusatzgebühr pro Flug 2600€.

Auszug AGB: In dem seltenen Fall, dass dies geschieht, ist unsere Haftung nach dem Übereinkommen von Montreal im Jahre 1999 auf 1131 Sonderziehungsrechte begrenzt (ca. € 1300) pro Person, sofern nicht eine besondere Erklärung der Wertangabe für aufgegebenes Gepäck ausgeüllt und im Voraus bezahlt wird. Die Bezahlung dieser Gebühr steigert Ryanair’s Verbindlichkeit auf 2,262 Sonderziehungsrechte (ca. €2600).


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