Flugzeugbau
Älter als 7 Tage

Airbus erwägt Verkauf von Premium Aerotec

Premium AEROTEC
Produktionsbeginn für die A350-1000 bei Premium AEROTEC, © Premium AEROTEC

Verwandte Themen

AUGSBURG - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus lotet Insidern zufolge erneut einen Verkauf seiner Tochter Premium Aerotec aus.

Finanzinvestoren wie CVC, Onex und KKR hätten bereits Interesse an der Gesellschaft mit Sitz in Augsburg oder Teilen davon bekundet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Ob es zu einem Verkauf kommt, sei noch offen.

Sprecher von Airbus und den Finanzinvestoren wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Ein möglicher Verkauf war zuvor bereits mehrfach Thema.

Premium Aerotec stellt Teile für Verkehrsjets und Militärflugzeuge her - sowohl für Modelle von Airbus, als auch für dessen Rivalen Boeing. Die Gesellschaft beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Mitarbeiter. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern - damals noch unter dem Namen EADS - hatte Premium Aerotec 2009 gegründet.

Ein Verkauf der damals drei Werke war zuvor gescheitert, Premium Aerotec blieb unter dem Dach des Konzerns. Seine Standorte sind heute in Augsburg, Bremen, Hamburg, Nordenham und Varel in Deutschland sowie in Brasov in Rumänien.

Premium Aerotec ist auch Ziel der jüngsten Stellenstreichungen bei Airbus. Im Gesamtkonzern stehen 3700 Jobs auf dem Prüfstand. Viele Mitarbeiter sollen aber an anderen Stellen weiterbeschäftigt werden. Grund für die Streichungen sind die Produktionskürzungen beim kaum gefragten weltgrößten Passagierjet A380 und die Streckung der Auslieferungen beim Militärtransporter A400M.

Bei Premium Aerotec dürften nach Angaben des Betriebsrats am Standort Augsburg bis zu 500 Zeitarbeiter ihren Job verlieren.
© dpa-AFX, aero.de | 11.04.2018 14:37

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 17.04.2018 - 21:54 Uhr
Wird dann der Lieferpreis je Baueinheit angepasst, so daß nicht bei jedem Shipset ein Defizit entsteht?
Beitrag vom 11.04.2018 - 20:05 Uhr
Ich hoffe je es geht an RUAG und nicht an irgendeinen Finanzinvestor.

Es gibt dann sonst etliche Eigentümerwechsel wobei es nicht sicher ist ob da nicht einer dabei sein wird welcher meint massiv ins Tagesgeschäft eingreifen zu müssen weil er es besser weiß und so die Firma zugrunde richtet.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

PaxEx.de Passenger Experience

Meistgelesene Artikel

Community

FLUGREVUE 05/2018

Take-off TV Video-Blog

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden