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Anzeichen für Verbleib der Japan Airlines in oneworld-Allianz

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Boeing 747 der Japan Airlines am Narita Airport, © Derrick Coetzee
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TOKIO - Die seit Januar unter Gläubigerschutz stehende Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) wird nach Medieninformationen im Bündnis oneworld bleiben. Die neue Unternehmensleitung und der staatliche Sanierungskoordinator ETIC hielten einen Bündniswechsel in der gegenwärtigen Situation der Fluggesellschaft für riskant, meldet "Nikkei". Japan Airlines verhandelt seit Monaten mit Mitgliedern der Allianzen oneworld und SkyTeam um ihre Bündniszukunft.

Eine von Delta angeführte und von Air France unterstützte Initiative sollte Japan Airlines mit Kapitalzusagen und Umsatzgarantien im Wert von 1,0 Milliarden US Dollar in das SkyTeam ziehen. Der Vorstoß löste ein Schattenbieten mit Mitgliedern der JAL-Allianz oneworld aus.

Insbesondere für das größte oneworld-Mitglied American Airlines steht in Tokio viel auf dem Spiel. Mit einem Gebot von 1,4 Milliarden US Dollar für eine Minderheitsbeteiligung an Japan Airlines will AMR Vorstandschef Gerard Arpey einen Bündniswechsel der strategisch wichtigen Partnergesellschaft abwehren und erhält dabei Rückendeckung von weiteren Mitgliedern der Allianz.

Als Teil des von den oneworld-Airlines getragenen Unterstützungsprogramms für Japan Airlines im Gesamtwert von 2,0 Milliarden US Dollar kündigte British Airways erst in der vergangenen Woche eine "radikale Erweiterung der Zusammenarbeit mit Japan Airlines" im Verkehr zwischen Japan und Europa an.

Der Linienverkehr nach Japan soll künftig in gemeinsamer Organisation durchgeführt werden. Zudem soll sich die Zahl der JAL-Codeshares im British Airways-Europanetz verdoppeln. Analysten werteten diese Ankündigung bereits als starkes Indiz für einen Verbleib der JAL in oneworld.

Enge Kooperation mit American Airlines

Eine offizielle Stellungnahme der Japan Airlines zur Bündnisfrage steht noch aus, wird aber in Kürze erwartet. Laut "Nikkei" will Japan Airlines noch in dieser Woche ihre Verhandlungen mit Delta und SkyTeam abbrechen und bei den Wettbewerbsbehörden die kartellrechtliche Freigabe für den Aufbau eines gemeinsamen Nordamerika-Verkehrs mit American Airlines beantragen.

© aero.de | Abb.: oneworld | 08.02.2010 17:18




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