TOKIO - Japan Airlines und der Nippon Yusen-Konzern haben ihre seit August 2009 geführten Verhandlungen über eine Zusammenlegung ihres Luftfrachtgeschäfts ergebnislos beendet. "Beide Seiten sind übereingekommen, dass ein Zusammenschluss nicht mehr im Rahmen der geschlossenen Grundsatzvereinbarung vollzogen werden kann", teilte die seit Januar unter Gläubigerschutz fliegende Japan Airlines am Dienstag mit.
Japan Airlines und die Nippon Yusen-Tochtergesellschaft Nippon Cargo Airlines (NCA) werden ihre bestehende Zusammenarbeit und Codeshare-Verbindungen trotz des Scheiterns der Verhandlungen fortsetzen.
NCA hatte in Folge der Frachtkrise 2009 ihre Wachstumsplanung verworfen und will ihre Flotte von acht Boeing 747-400F zunächst nicht weiter ausbauen. Bislang hatte NCA ein aggressives Wachstum
auf 24 Boeing 747-Frachter bis zum Jahr 2014
angestrebt.
Die überschuldete Japan Airlines wird gegenwärtig unter staatlicher Aufsicht neu aufgestellt. Fracht soll Teil des neuen Geschäftsmodells bleiben. "Die Nachfrage nach Luftfracht schwankt mit der wirtschaftlichen Entwicklung", sagte JAL COO Masaru Onishi. "Angesichts künftigen Wachstums in diesem Bereich werden wir im Restruktierungsplan auch Strategien für das Frachtsgeschäft entwickeln."
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