BERLIN - Air Berlin hat das Krisenjahr 2009 mit einem kleinen Verlust überstanden. Die Fluggesellschaft weist in ihrer Bilanz unterm Strich ein Minus von 9,5 Millionen Euro aus nach einem Fehlbetrag von 83,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Konzernumsatz sank um 4,4 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro, wie Air Berlin am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern steigerte die Airline von 2,0 Millionen Euro auf 28,5 Millionen Euro.
Dank eines Effizienzprogramms seien die operativen Kosten um 6,2 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gedrückt worden.
Air Berlin hatte im vergangenen Jahr wegen der Branchenflaute sein Sitzplatzangebot um 2,6 Prozent verringert. Die Zahl der Passagiere sank um 3,9 Prozent auf 27,91 Millionen. Zur Hauptreisezeit im kommenden Sommer sollen nun die Kapazitäten wieder um sechs bis acht Prozent ausgebaut werden, hatte der Konzern auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) angekündigt.
Im Langstreckengeschäft will Air Berlin angesichts der unsicheren Konjunktur weiterhin vorsichtig agieren. Erst am Dienstag hatte das Unternehmen Bestellungen von «Dreamliner»-Flugzeugen beim US- Hersteller Boeing zurückgezogen. Air Berlin nimmt jetzt nur noch 15 der 25 bestellten Boeing 787 ab.
Die börsennotierte Fluggesellschaft legte am Donnerstag Eckdaten vor. Der vollständige Geschäftsbericht 2009 wird am 25. März veröffentlicht.
Vollständige Übernahme von NIKI Luftfahrt in VorbereitungNach der Aufstockung Ihrer Anteile an der österreichischen Fluggesellschaft NIKI Luftfahrt bereitet Air Berlin Medienberichten zufolge jetzt eine vollständige Übernahme der Airline vor. Nach einer Meldung vom "Wirtschaftsblatt" hat Air Berlin
gestern bei der Wiener Wettbewerbsbehörde (BWB) angemeldet, bis zu 100 Prozent
der Anteile von Laudas Privatstiftung übernehmen zu wollen.
Die
Aufstockung soll stufenweise erfolgen. Demnach würde Air Berlin von
einer Option Gebrauch machen, die ihr nach drei Jahren den Erwerb aller
Anteile an der FlyNiki Luftfahrt GmbH einräumt. FlyNiki würde
dann vollständig in den Air Berlin Konzern eingegliedert.
Gegenüber dem
Wirtschaftsblatt erklärte Lauda das so: "Es ist, wie es immer gesagt
wurde. Ich habe eine Put-Option, die erst nach drei Jahren einseitig
gezogen werden kann. Ich kann nach drei Jahren putten, muss aber
nicht. Mit 50,1 Prozent bin ich der Chef und habe das Sagen."
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