HAMBURG - Der vom Aus bedrohte Airbus-Militärtransporter A400M soll laut einem Zeitungsbericht möglicherweise durch die Aufteilung des Projekts in zwei Produktions-Runden gerettet werden. Zunächst könne dabei zum vereinbarten Preis eine geringere Anzahl von Flugzeugen geliefert werden, berichtet die «Financial Times Deutschland» in der Montagausgabe. In einem zweiten Schritt würde dann nach Neuverhandlungen die Restmenge folgen, heißt es unter Berufung auf Branchenkreise.
Eine derartige Tranchenlösung favorisiere Frankreich, hieß es. Auch Großbritannien, Spanien und die Türkei könnten sich demnach eine Zwei-Schritte-Lieferung vorstellen. Frankreich habe den dringendsten Bedarf an dem Militärtransporter. Den größten Widerstand leiste noch Deutschland als A400M-Hauptkunde.
Nach dem Zwei-Schritte-Modell könnte sich der Deutschland-Anteil von 60 auf zunächst 45 bis 48 Maschinen reduzieren, schreibt die «FTD». Am kommenden Donnerstag gebe es ein Treffen der Staatssekretäre der A400M-Kunden. Auch beim anstehenden Antrittsbesuch von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in dieser Woche in Paris könnte das heikle Thema angesprochen werden.
Die Industrie hoffe, dass es beim Gesamtauftrag für 180 Maschinen bleibt, weil dies der Bedarf der Luftwaffen ist. Am Jahresende läuft ein Kündigungs-Stillhalteabkommen der Verteidigungsminister aus. Bis dahin soll eine Neuregelung stehen.
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