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Erste 787 im Dezember

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ANA legt Aktionären rote Zahlen für 2009/2010 vor

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ANA Boeing 787, © The Boeing Company
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TOKIO - All Nippon Airways hat das Geschäftsjahr 2009/2010 mit Verlusten abgeschlossen. Bei der Vorlage der Zahlen für die Periode zwischen dem 1. April 2009 und dem 31. März 2010 in Tokio meldete ANA ein Minus nach Steuern von umgerechnet 457,7 Millionen Euro. Eine "bereits deutlich spürbare Erholung der Nachfrage" soll die Airline in den kommenden zwölf Monaten aber wieder in die Gewinnzone zurückführen, teilte ANA mit.

Im Geschäftsjahr 2009/10 erreichte ANA einen operativen Umsatz von umgerechnet etwa 9,81 Milliarden Euro – das sind 11,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Die operativen Ausgaben lagen bei umgerechnet 10,24 Milliarden Euro – die Fluggesellschaft konnte sie im Jahresvergleich um 7,4 Prozent senken. In der Summe verzeichnete die Airline einen operativen Verlust in Höhe von 432,9 Millionen Euro.

Im Vorjahr hatte ANA ein kleines Minus von 33,5 Millionen Euro vermeldet, war aber operativ noch in den schwarzen Zahlen geblieben. Das Management will ANA in den kommenden Jahren zu Asiens führender Airline für Geschäftsreisende zu entwickeln.

ANA rechnet für 2010 mit einer weiteren Erholung der Nachfrage, jedoch nur mit einer langsamen Erholung der Yields. Sollten die Voraussetzungen im aktuellen Strategieplan eintreffen, will ANA eine deutliche Umsatzsteigerung um 31,6 Prozent erreichen und mit umgerechnet knapp 40 Millionen Euro wieder einen kleinen Gewinn.

Nach der Insolvenz und deutlichen Verkleinerung des Wettbewerbers Japan Airlines sieht ANA einen Hauptwettbewerber in Singapore Airlines. Verhandlungen über ein Open Skies-Abkommen zwischen Singapur und Japan könnten bereits ab Ende 2012 zu einer gegenseitigen Öffnung der Luftverkehrsmärkte führen.

Das Unternehmen erhofft sich durch die Kapazitätserweiterung an den beiden Tokioter Flughäfen Narita und Haneda innerhalb des begonnenen Geschäftsjahres einen Wachstumsschub. In der Flotte soll die Einführung der Boeing 787 Effizienz und Attraktivität des ANA-Angebots stärken.

ANA ist Erstkunde des neuen Flugzeugs. "Die erste 787 soll im Dezember 2010 an ANA geliefert werden", schreibt das Unternehmen in einem aktuellen Strategiepapier. Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres will ANA eine Flotte von acht 787 aufbauen. Im anschließenden Fiskaljahr 2011/2012 erwartet die Star Alliance-Gesellschaft weitere zwölf 787.

Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres wird ANA den Flugbetrieb mit ihren 747-400 im Langstreckendienst einstellen. Gegenwärtig setzt die Fluggesellschaft noch drei 747-400 im internationalen Verkehr ein. ANA hatte im vergangenen Jahr die Entscheidung über die Beschaffung neuen Fluggeräts im Segment sehr großer Widebodies vertagt.

Interesse an A380 wiederbelebt

Gegenwärtig zeigt sich ANA aber wieder sowohl an der Boeing 747-8 als auch am Airbus A380 interessiert. Singapore Airlines könnte bei Abschluss des Open Skies Abkommen zwischen Japan und dem Stadtstaat Passagierdienste mit dem A380 auch ab Tokio anbieten. Das Unternehmen fliegt Tokio mit dem A380 bereits ab Singapur an.

Die Annahme des Flugzeugs durch die Passagiere und die erwartete Deregulierung habe auch bei ANA das Interesse am A380 wiederbelebt, zitiert "Dow Jones" ANA-Direktor Hitoshi Kawahara während einer Konferenz am vergangenen Freitag in Phoenix.


© aero.de | Abb.: The Boeing Company | 03.05.2010 09:36




Leser-Kommentare (2)

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03.05.2010 11:39
Glaube nicht, dass das für ANA ein "entweder oder" wird. ANA setzt ihre 744 mittlerweile übverwiegend domestic ein, für die 748 ist das sicher langfristig auch ein Einsatzgebiet. Könnte mir daher vorstellen, dass ANA den Auftrag teilt und A380 mit hoher Bestuhlungsdichte für die Langstrecke bestellt.
03.05.2010 10:00
Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres wird ANA den Flugbetrieb mit ihren 747-400 im Langstreckendienst einstellen. Singapore Airlines könnte bei Abschluss des Open Skies Abkommen zwischen Japan und dem Stadtstaat Passagierdienste mit dem A380 auch ab Tokio anbieten. Das Unternehmen fliegt Tokio mit dem A380 bereits ab Singapur an. Die Annahme des Flugzeugs durch die Passagiere und die erwartete Deregulierung habe auch bei ANA das Interesse am A380 wiederbelebt, zitiert "Dow Jones" ANA-Direktor Hitoshi Kawahara während einer Konferenz am vergangenen Freitag in Phoenix. Gegenwärtig zeigt sich ANA aber wieder sowohl an der Boeing 747-8 als auch am Airbus A380 interessiert.
Da kann man nach wie vor gespannt bleiben, ob sich ANA für die B747-8 oder A380 entscheiden wird. Dazu hier bitte nicht mit Äpfeln und Birnen oder dergleichen umeinander werfen! ;-) mfg


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