TOKIO - All Nippon Airways (ANA) erzielte im zurückliegenden ersten Quartal ihres laufenden Geschäftsjahrs ein deutliches Umsatzplus. Der operative Konzernumsatz im Quartal erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13,7 Prozent auf umgerechnet etwa 2,85 Milliarden Euro, teilte die japanische Star Alliance-Gesellschaft in Tokio mit. Die operativen Kosten konnten zeitgleich um 2,7 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro gesenkt werden.
Die Airline erreichte so einen operativen Gewinn von umgerechnet 26,9 Millionen Euro, meldet jedoch unter dem Strich einen Nachsteuerverlust in Höhe von 48,2 Millionen Euro. Im ersten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres hatte ANA noch 271 Millionen Euro Verluste geschrieben.
"Während sich die japanische Wirtschaft innerhalb der ersten drei Monate der Berichtsperiode erholte, steht unser Unternehmen weiterhin unter Deflationsdruck, so dass übergroßer Optimismus derzeit nicht angezeigt ist", sagte Tomohiro Hidema, Executive Vice President Finance der ANA. "Vor allem in Europa hat sich die wirtschaftliche Lage noch immer nicht grundlegend verbessert, während der Wettbewerb weiter an Schärfe gewinnt."
Am Flughafen Haneda will ANA ihre internationalen Aktivitäten weiter ausbauen. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen weiterhin von einem kleinen Nettogewinn in Höhe von umgerechnet etwa 46,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 12,6 Milliarden Euro aus.
Die Fluggesellschaft ist Erstkunde der Boeing 787 und soll ihre erste Maschine gegen Jahresende erhalten. Boeing hatte zuletzt allerdings angedeutet, dass die Auslieferung in das Jahr 2011 rutschen könnte. ANA plant die Eingliederung von acht 787-8 bis Ende des laufenden Geschäftsjahres (30. März). Im Juni bestellte die Fluggesellschaft für ihre Regionalflotte auch 15 MRJ 90 mit Lieferterminen von FY 2013 bis FY 2017.
Nach Informationen der japanischen Wirtschaftspresse bereitet ANA gegenwärtig die Gründung eines LowCost-Ablegers in einem Joint Venture mit einem geeigneten Partnerunternehmen vor. Bereits im Jahr 2011 soll mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden, schreibt "Nikkei".
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