LONDON - Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus ist im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen geflogen. Trotz einem leichten Passagierplus stieg der Verlust im Vorjahresvergleich um knapp ein Fünftel auf 130 Millionen Euro.
Dazu trugen sinkende Ticketpreise bei, teilte Aer Lingus am Dienstag mit. Nach den vorläufigen Zahlen nahm die Airline mit reinen Flugpreisen noch 993 Millionen Euro ein, 13,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen aus Extra-Gebühren wuchsen dagegen um 16 Prozent auf 173,9 Millionen Euro. Aer Lingus flog rund 10,4 Millionen Passagiere, vier Prozent mehr als im Vorjahr.
Aer Lingus versucht vor allem mit geringeren Personalkosten Geld zu sparen. Im vergangenen Jahr mussten 670 Mitarbeiter gehen. Derzeit hat Aer Lingus etwa 3900 Mitarbeiter.
Mit neuen, geringeren Gehältern würden zudem monatlich zehn Prozent der Gesamtkosten gespart, sagte der deutsche Unternehmenschef Thomas Müller. «Die Aussicht für 2010 bleibt unsicher, insbesondere mit eingeschränkter Sicht für das zweite Halbjahr.»
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