PARIS - Im Sog der Luftfahrtkrise ist Europas Branchenprimus Air France-KLM heftig ins Schlingern gekommen. Die Umsätze des größten Lufthansa-Konkurrenten schrumpfen und die Verluste schießen in die Höhe. Vor allem die Routen in Europa und der Frachtverkehr machen der Fluggesellschaft Sorgen. Für das Ende März endende Geschäftsjahr 2009/10 geht Air France-KLM jetzt von einem Milliardenverlust aus.
Air France-KLM ist im dritten Geschäftsquartal in den roten Zahlen geblieben, konnte die Verluste aber verringern. Der Fehlbetrag lag nach 508 Millionen Euro vor einem Jahr in den drei Monaten zwischen Oktober und Ende Dezember bei 295 Millionen Euro. Im Unterschied zu vorangegangenen Quartalen fiel die Belastung durch frühere Termingeschäfte auf den Treibstoffpreis mit 34 Millionen Euro gering aus.
Der Umsatz verringerte sich in diesem Zeitraum von 6,188 auf 5,198 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank von minus 243 auf minus 245 Millionen Euro. Für das vierte Quartal (Januar bis März) stellt der Lufthansa-Konkurrent einen operativen Verlust auf Höhe des Vorjahresquartals in Aussicht. Damals hatte Air France-KLM 535 Millionen Euro Minus gemacht.
Im Cargogeschäft konnte Air France-KLM den Quartalsverlust von 83,0
Millionen Euro auf 29,0 Millionen Euro begrenzen, nahm allerdings auch
19,3 Prozent Angebot (ATK) aus dem System. In den ersten neun Monaten verlor
der Konzern mit Fracht 373,0 Millionen Euro.
Air France-KLM nahm Ende November 2009 ihre dritte Boeing 777F in die
Flotte. Die verbliebenen zwei 777F aus seinem Auftrag über zunächst fünf
Flugzeuge hat der Konzern hingegen vor ihrer Auslieferung an den US Logistikdienstleister FedEx weiterverkauft.
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