Anhörung
BAA stemmt sich gegen Verkauf von Flughäfen
LONDON - Der britische Flughafenbetreiber BAA führt Widerspruch gegen eine Entscheidung der Wettbewerbsbehörde, nach der das Unternehmen drei seiner sieben Flughäfen verkaufen muss. In einer Anhörung vor dem zuständigen Kartellausschuss am Montag bezeichneten BAA-Vertreter die Entscheidung der Behörde als voreingenommen. Der Flughafenbetreiber sieht insbesondere nicht hinnehmbare Interessenkonflikte.
Ein namentlich bezeichnetes Mitglied der Kommission, die der BAA im März den Verkauf der Flughäfen Gatwick, Stansted sowie entweder Edinburgh oder Glasgow auferlegt hatte, sei auch als Berater für die konkurrierende Manchester Airports Group tätig, führte BAA an.
Manchester Airports war Mitglied im Kreis der Interessenten für eine Übernahme von Gatwick. Inzwischen gilt allerdings ein zeitnaher Verkauf dieses Flughafens an den Investmentfond Global Infrastructure Partners (GIP) als wahrscheinlich. GIP hält bereits die Anteilsmehrheit am London City Airport.
BAA kritisierte in der gestrigen Anhörung zudem die zum Verkauf der Flughäfen gesetzte Frist als zu kurz. Der Zeitrahmen von zwei Jahren beeinträchtigte im Umfeld der Rezession die Chancen, für die Flughäfen angemessene Veräußerungserlöse zu erzielen.
Für Gatwick strebt BAA nach früheren Angaben einen Verkaufspreis von umgerechnet etwa 1,6 Milliarden Euro an.
© aero.de | Abb.: British Airways/newscast | 20.10.2009 09:08
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