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Bilanzvorlage am 11. März

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Bei Lufthansa stehen die Aussichten für 2010 im Fokus

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Lufthansa Boeing 737, © Deutsche Lufthansa AG
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FRANKFURT - Bei der Bilanzvorlage der Lufthansa stehen nach den roten Zahlen des Krisenjahres 2009 die Erwartungen für die kommenden Monate im Mittelpunkt. Das Management will die größte deutsche Fluggesellschaft mit einem eisernen Sparprogramm wieder in die Gewinnzone bringen. Zugleich hat der Konzern mit stärkeren Belastungen durch steigende Flughafengebühren, höhere Lohnforderungen der Piloten und teurerem Treibstoff zu kämpfen.

Die Lufthansa will ihren Geschäftsbericht am Donnerstag (11. März) vorlegen. 2009 landete die Gesellschaft erstmals seit sechs Jahren wieder in der Verlustzone. Unter dem Strich stand ein Minus von 112 Millionen Euro, wie die Lufthansa bereits vor wenigen Tagen überraschend mitgeteilt hatte. Dabei schnitt sie deutlich besser ab, als von Analysten erwartet.

Dennoch soll die Dividende nun ausfallen. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch mehr als eine halbe Milliarde Euro verdient und 70 Cent je Aktie an die Anteilseigner ausgeschüttet. Den letzten Konzernverlust hatte die Lufthansa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 im Jahr 2003 verbucht.

Operativer Gewinn eingebrochen

Im eigentlichen Geschäft blieb die Fluggesellschaft 2009 überraschend weit in den schwarzen Zahlen. Der operative Gewinn sackte zwar um 90 Prozent auf 130 Millionen Euro zusammen. Vom Unternehmen selbst befragte Branchenexperten hatten im Schnitt allerdings mit lediglich 29 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz schrumpfte um ein Zehntel auf 22,3 Milliarden Euro.

Die Lufthansa leidet wie andere klassische Fluggesellschaften unter der Wirtschaftskrise und einer eingebrochenen Nachfrage, vor allem in der lukrativen First und Business Class. Zudem drückt die Konkurrenz der Billigflieger auf die Ticketpreise, und die Integration der neuen, angeschlagenen Töchter AUA und BMI braucht erst einmal Zeit. Früheren Prognosen zufolge dürften beide Fluglinien im vierten Quartal Verlust eingeflogen haben.

Pilotenstreik

Eine Herausforderung für die Lufthansa sind derzeit auch die Tarifverhandlungen mit den Piloten. Sie sollen sich nach dem Willen des Unternehmens auch am Sparprogramm "Climb 2011" beteiligen, mit dem die jährlichen Kosten bis Ende 2011 um eine Milliarde Euro gesenkt werden sollen. Ein eintägiger Streik der Piloten hatte Ende Februar zu massiven Flugausfällen geführt: Erst vor dem Arbeitsgericht einigten sich beide Parteien auf die Wiederaufnahme von Verhandlungen. Zum aktuellen Verhandlungsstand wollen beide Seiten keine Angaben machen.

Die Personalkosten zählen neben Gebühren etwa für Flughäfen und Flugsicherung sowie dem Treibstoff zu den größten Kostenblöcken der Lufthansa. Mit zuletzt rund 80 Dollar pro Barrel drückt der Ölpreis, der sich durch höhere Kerosinkosten in der Lufthansa-Bilanz auswirkt, auf die Gewinne. Sorgen bereitet dem Unternehmen auch die Luftfracht-Sparte, wo in diesem Jahr rund zehn Prozent der 4.500 Stellen wegfallen sollen.

© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 04.03.2010 12:00




Leser-Kommentare (3)

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05.03.2010 19:41
Also sind wir uns einig, daß das Wohl der Deutschen Lufthansa nicht ausschließlich an den Pilotengehältern hängt?
Wzbw.
04.03.2010 16:16
Zum Konzern gehören überraschenderweise nicht nur Flugzeuge mit Cockpitpersonal. Passage, Cargo, Technik, Systems, Fligh Training, LSG, Swiss, AUA, Germanwings, Italia............ sind alle darin aufsummiert. Das operative Ergebnis des Gesamtkonzerns daher in Bezug zu den "angeblich zu hohen Gehältern" setzen zu wollen ist an dieser Stelle daher nicht wirklich angebracht.

Zwischen dem operativen Ergebnis und dem "Verlust"ergebnis liegen noch z.B. die Abschreibungen, Veränderungen bei Pensionsrückstellungen und (vor allem) das Finanzergebnis.

Dieser Beitrag wurde am 04.03.2010 16:21 Uhr bearbeitet.
04.03.2010 16:02
Wenn im operativen Geschäft, trotz der angeblich zu hohen Gehälter,
noch € 130 Mio. Gewinn gemacht wurde, stellt sich die Frage,
wo dann € 242 Mio. Verlust produziert wurden.


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