CHARLESTON - Der US Flugzeugbauer Boeing hat an seinem Standort Charleston den Grundstein für die Errichtung der zweiten 787 Endmontagelinie gelegt. Um den Standort der neuen FAL hatte es ein heftiges politisches
Tauziehen der US Bundesstaaten Washington und South Carolina gegeben. Letztlich gewann der Ostküstenstaat South
Carolina auch mit massiven Steuergeschenken im Oktober den Zuschlag für das Werk.
Der Konzern wird in South Carolina 750 Millionen US Dollar investieren. "Wir freuen uns darauf, unsere Kapazität in Charleston auszubauen, während unser Bekenntnis zum Boeing Hauptsitz am Puget Sound uneingeschränkt gilt", erklärte Boeing Commercial Airplanes Vorstand Jim Albaugh.
In Charleston soll auch Infrastruktur zum Testen sowie zur Auslieferung der 787 geschaffen werden. Boeing hatte im Juli das vormalige Vought Werk
Charleston übernommen und damit einen wesentlichen Teil der
787-Fertigung wieder in die eigene Produktion integriert. Das Werk
fertigt die hinteren Rumpfsektionen
47 und 48 der 787 und untersteht nunmehr unmittelbar der
Programmleitung.
Die zweite Endmontagelinie ist erforderlich, um die 787-Produktion
zunächst auf zehn Einheiten im Monat hochzufahren. Boeing strebt diese
Fertigungsrate für Ende 2013 an. Die Kapazitäten der ersten FAL
sind bei sieben Einheiten im Monat vollständig ausgelastet.
Boeing kündigte im Oktober an, am Werk Everett bis zur Fertigstellung der FAL in Charleston übergangsweise zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Dies soll die termingerechte Einführung der Ausbaustufe
787-9 sichern. Die 787-9 soll im vierten Quartal 2013 das erste Mal
ausgeliefert werden.
Die 787 Endmontagelinie in Charleston
soll im Juli 2011 fertiggestellt sein und den Betrieb aufnehmen. Das
erste Flugzeug aus Charleston will Boeing im ersten Quartal 2012
ausliefern.
Die 787 soll nach sechs Verzögerungen im Programm noch vor Jahresende zu ihrem Erstflug starten.
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