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Luftverkehrsabgabe

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Condor erwartet nachteilige Auswirkungen auf Beschäftigung

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Condor fliegt mit Peanuts-Livery, © Condor
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FRANKFURT - Die geplante Luftverkehrsabgabe in Höhe von einer Milliarde Euro macht nach Einschätzung des Chefs des Ferienfliegers Condor, Ralf Teckentrup, keinen Sinn. «Das ist grober Unfug, das schadet der gesamten Volkswirtschaft», sagte Teckentrup in einem Gespräch mit der dpa. Die Steuer werde die Nachfrage senken, was dann zu weniger Beschäftigung im Luftverkehrssektor mit seinen derzeit rund 850.000 Mitarbeitern führe.

Letztlich steige die Arbeitslosigkeit und der Staatshaushalt werde trotz der Steuereinnahmen nicht entlastet. Die Politik habe es bislang versäumt, diese Folgen zu analysieren. «Die Luftverkehrsabgabe wird dem Standort Deutschland schaden.»

Teckentrup verwies auf das Beispiel England, wo Anfang 2007 die Luftverkehrsabgabe um rund eine Milliarde Euro erhöht worden sei. Dort sei die Passagierzahl von 2006 bis 2009 um neun Prozent gesunken, während sie in Deutschland in diesem Zeitraum um vier Prozent gestiegen sei. Schon eine Steuer von 10 Euro werde die Nachfrage senken, wenn der Ticketpreis zum Beispiel bei 50 Euro liege.

Kritik übte Teckentrup auch an der geplanten Ungleichbehandlung von Passagieren und Fracht. Wenn die gesamte Luftfahrt eine Milliarde Euro aufbringen solle, müsse davon rund 300 Millionen Euro auf die Fracht entfallen. Die derzeitigen Pläne sähen aber vor, dass die Passagiere den Frachtanteil mitbezahlten. «Passagiere haben keine Lobby», sagte Teckentrup, der auch Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften und Vorstand in der deutschen Thomas Cook AG ist. Wenn es der Bundesregierung wirklich um ökologische Aspekte ginge, müsse die Fracht einbezogen werden.

Zudem sei es grob unfair, wenn die Höhe der Ticketsteuer nicht auch vom Ticketpreis abhänge. Bei einem preiswerten 50-Euro-Ticket müsse dann der Kunde 25 Prozent mehr zahlen, bei einem teuren Business-Class-Ticket aber nur zwei oder drei Prozent. «Da werden die kleinen Leute, die ihre Reiseplanung an die Preise anpassen, benachteiligt», sagte Teckentrup. «Die Ticketabgabe sollte den Ticketpreis widerspiegeln.»

© dpa | Abb.: Thomas Cook | 03.08.2010 08:15




Leser-Kommentare (5)

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06.08.2010 22:45
Subventioniertes Kerosin, so so...
04.08.2010 13:48
..selten so ein unsinnigen kommentar gelesen!!! aber das ist meinungsfreiheit... und so muss es auch sein!! also, weiter so!!
04.08.2010 01:03
Das ist Jammern auf höchstem Niveau.
Subventioniertes Kerosin auf der einen Seite,
das typische Drohen mit Verlust von Arbeitsplätzen auf der anderen Seite.
Wenn es so schlimm ist in Deutschland,
dann sollte die Condor schnellstens abwandern.
Die freiwerdenden Kapazitäten werden gerne genommen.
Auch wenn manche Condorianer ihrem Lufthansastatus noch hinterher trauern:
Condor ist mittlerweile ein Mitbewerber auf dem Billigmarkt
und verdammt knapp an der Übernahme durch Air Berlin geschrammt.
Wenn ein Unternehmen mit Ihre Fliegenpreise an 10.- pro Flug scheitert, den auch alle Mitbewerber in Deutschland
bezahlen, dann wackelt das Unternehmen schon.
Legen Sie doch einmal die Gehaltszahlen ihrer Mitarbeiter auf den Tisch, inkl. von Steuergeldern
subventionierten Schicht- und Wochenendzuschlägen.
Herr T, ihre Armut kotzt einen an.


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