WIESBADEN - Der wirtschaftliche Aufschwung hat Deutschlands Flughäfen bei der Fracht ein Rekordhalbjahr beschert. Die Passagierzahlen erhöhten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres indes nur leicht - hier trübte die Luftraumsperrung infolge der isländischen Aschewolke im April deutlicher das Bild. Die jüngsten Zahlen für die 26 größten deutschen Flughäfen legte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag vor.
Bei der Fracht wurde das Ergebnis des ersten Halbjahres 2009 mit 1,93 Millionen Tonnen ein- und ausgeladener Fracht um mehr als ein Viertel (plus 27,8 Prozent) übertroffen. In allen sechs Monaten gab es nach Angaben der Behörde zweistellige Zuwachsraten. Sogar im April wurde ein Plus von 18,1 Prozent verzeichnet. In den fünf anderen Monaten bewegten sich die Zuwächse bei 25,0 Prozent bis 34,4 Prozent.
«Das Luftfrachtaufkommen hat damit die Folgen der Wirtschaftskrise wieder komplett aufgeholt und liegt sogar um 8,0 Prozent über dem bisher höchsten Wert in einem ersten Halbjahr, der im Jahr 2008 erreicht wurde», bilanzierten die Statistiker. Vor allem der Güterverkehr mit Asien und Amerika zog an.
Die Passagierzahlen stiegen dagegen im ersten Halbjahr nur leicht um 1,7 Prozent auf etwa 43,3 Millionen Fluggäste. Der massive Einbruch im April (minus 18,4 Prozent) konnte nicht aufgeholt werden, insgesamt wurde im zweiten Quartal 2010 das Vorjahresergebnis knapp verfehlt (minus 0,8 Prozent). Im innerdeutschen Flugverkehr (11,4 Millionen) nahm das Passagieraufkommen im ersten Halbjahr um 1,2 Prozent ab. Die in der Statistik berücksichtigten 26 Flughäfen stehen für fast 100 Prozent des Passagieraufkommens.
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