MÜNCHEN - Der designierte Chef des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns EADS will die Zentrale laut einem Zeitungsbericht künftig in Toulouse zusammenführen. Thomas Enders kündigte bei einem internen Führungskräftetreffen die Verlagerung der bisherigen Verwaltungssitze in München und Paris an, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Freitag). Davon wären laut Branchenkreisen rund 400 Mitarbeiter betroffen.
Die interne Zusammenarbeit aller Abteilungen solle durch den Schritt verbessert werden. In Toulouse ist die EADS-Tochter Airbus ansässig. EADS wollte die Informationen der "SZ" gegenüber nicht kommentieren.
In München formiert sich indes der Widerstand. "Sollte Herr Enders solche Pläne wirklich umsetzen, wäre das ein schwerer Schlag für den Technologiestandort Bayern", sagte Landeswirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) dem Blatt. Noch vor wenigen Tagen habe das Unternehmen zugesichert, der Standort in Ottobrunn bei München sei sicher und werde weiter ausgebaut.
Ein völliges Aus für die beiden bisherigen Standorte steht nicht an, sie verlören aber deutlich an Bedeutung, schreibt die Zeitung. Die Doppelzentrale ist Teil der Balancestrategiezwischen Deutschland und Frankreich.
Update 10.45 Uhr: Ein EADS-Sprecher sagte am Freitagvormittag, "in internen Meetings
gemachte Aussagen kommentieren wir nicht in der Öffentlichkeit". Vor
Enders Amtsantritt am 1. Juni werde es dazu auch keine Stellungnahmen
geben.
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Sie können doch gern die Ganze Verwaltung nach Frankreich verlagern. Wenn im Gegenzug ein nicht geringer Teil an Ingenieuren nach Hamburg oder vllt die Fertigung ganzer Produkte nach Finkenwerder wandert ist doch alles im Lot :)