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EU kommt China und USA im Streit um Emissionshandel entgegen

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Boeing 747-446F der JAL Cargo in Frankfurt, © world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography
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BRÜSSEL - Im Streit um Klimaauflagen für den Flugverkehr kommt die EU den USA und China entgegen. Wegen der wachsenden Kritik ist die EU-Kommission bereit, außereuropäische Länder von der geplanten Einführung des Emissionshandels im Flugverkehr auszunehmen. «Wenn solche Länder ähnliche Maßnahmen ergreifen, um den Co2-Ausstoß im Luftverkehr zu reduzieren, kann es für sie eine Ausnahme (...) geben», sagte der Sprecher von EU-Klimakommissarin Hedegaard in Brüssel.

Dies käme einer Kehrtwende in der EU-Strategie gleich. Bisher hat die EU-Behörde stets betont, dass die ab Januar 2012 geltenden Regeln auch nicht-europäische Airlines mit einbeziehen sollen. Sonst seien Wettbewerbsnachteile für europäische Fluggesellschaften zu befürchten. Auch Deutschland hatte stets vor Ausnahmen gewarnt.

Nach der EU-Richtlinie müssen alle Airlines, die in Europa starten und landen, von Jahresbeginn an am Emissionshandel teilnehmen. In diesem System haben Treibhausgasemissionen einen Preis; die Unternehmen müssen Verschmutzungsrechte kaufen. Hintergrund ist, dass der klimaschädliche Co2-Ausstoß in dem rasch wachsenden Luftfahrt-Sektor stark zulegt und die EU gegensteuern will.

Dagegen hatte sich heftiger Widerstand von außen geregt. So haben mehr als 20 Länder - darunter Russland, Indien, Brasilien, China sowie die USA - damit gedroht, europäischen Airlines Lande- und Überflugrechte zu entziehen, wenn die EU an ihrem Kurs festhält. China warnte hinter den Kulissen, das Land könne Milliardenaufträge beim deutsch-französischen Flugzeugbauer Airbus platzen lassen.

China hat nach Angaben des Sprechers die EU darüber informiert, dass die Emissionen im Flugverkehr bis 2020 um 22 Prozent im Vergleich zum 2005 gesenkt würden. Kommissarin Hedegaard habe die chinesischen Behörden nun um weitere Informationen gebeten. Die USA hätten dagegen noch keine ähnlichen Maßnahmen angekündigt.

© dpa | Abb.: world-of-aviation.de, Bjoern Schmitt Aviation Photography | 10.11.2011 19:28




Leser-Kommentare (9)

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11.11.2011 13:22
Na ja - ist das etwa ein Rückzug auf Raten der EU Kommission ?

Wie kann sonst ein Wettbewerbskommissar dies dulden? Eine massive Benachteiligung der eigenen Airlines durch
Mitbewerber. In meinen Augen gar nicht! Das wäre eine gigantische Wettbewerbsverzerrung - zu Lasten der eigenen Airlines. Ich wäre froh, man würde sich wieder banaleren Dingen zuwenden und über den Grad der Krümmung einer Banane bestimmen.

Ich vermiete mal, hier tut sich gerade ein gigantisches Loch auf, das europäische Airlines nutzen werden, um gegen diesen Blödsinn noch mit gewissen Erfolgsaussichten zu klagen....
11.11.2011 11:06
Dieses "Entgegenkommen" ist für Europas Fluggesellschaften eine Katastrophe. Es wird jeder von sich behaupten, den CO2-Ausstoß zu senken, was in der Praxis kaum nachprüfbar sein wird. Und Lufthansa, AF-KLM, British Airways und die übrigen Europäer dürfen die Zusatzbelastungen alleine tragen.
Die ohnehin schwierige Situation im Europäischen Luftverkehr wird hierdurch noch weiter erschwert.
Die Europäische Kommission scheint zu einem erheblichen Teil aus frustrierte Vielflieger zu bestehen, sonst kann man sich die gesammelten Maßnahmen und Regelungen die sich gegen Europas Airlines richten, gar nicht erklären...
11.11.2011 11:06
Also so wie sich das liest, scheint ja nur unser Emissionshandel mit dem der anderen Länder verrechnet werden zu können. Das klingt in meinen Augen erstmal vernünftig und wenig spektakulär. Hat da jemand weitergehende Informationen?


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