BRÜSSEL - Die Fluglinien Iberia, British Airways und American Airways müssen für ihr Transatlantikbündnis Start- und Landerechte abgeben. Diese Zugeständnisse hätten die Unternehmen im laufenden Kartellverfahren angeboten, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Die europäischen Wettbewerbshüter müssen die Kooperation genehmigen und zeigen sich bereit, den Fluglinien unter diesen Auflagen grünes Licht zu geben.
Laut EU-Kommission sind die drei Mitglieder der Luftfahrtallianz Oneworld bereit, Start- und Landerechte an den beiden Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick sowie am New Yorker Flughafen John F. Kennedy abzutreten. Auf diese Weise könnten Wettbewerber leichter Flüge auf den Routen New York, Boston, Dalles und Miami anbieten. Die Brüsseler Behörde hat Konsultationen mit Konkurrenten begonnen, um herauszufinden, ob die Zugeständnisse ausreichen.
Iberia, British Airways (BA) und American Airways hatten bereits 2008 vereinbart, ihre Zusammenarbeit auf den Routen zwischen Nordamerika und Europa ausbauen. Dazu gehören gemeinsame Flugpläne, einheitliche Preise und ein gemeinsames Bonusmeilenprogramm. Die Kommission verdächtigt die Firmen, EU-Regeln verletzt zu haben, und hatte im April 2009 ein förmliches Kartellverfahren eröffnet und mit Bußgeldern gedroht.
Vereinigte Staaten fordern ebenfalls Auflassung von SlotpaarenIm Februar hatte bereits das US Verkehrsministerium seine Billigung des Bündnisses angekündigt. Unter moderaten Auflagen - die Partner-Airlines müssen nach dem Willen der Regulierungsbehörde am oneworld-Hub London Heathrow vier
Slotpaare an Wettbewerber auflassen und regelmäßige Verkehrsberichte
erstellen.
Im Jahr 2002 war ein Zusammenschluss von British Airways und American Airlines auf den
Nordamerikarouten an erheblich strengeren Auflagen des US Verkehrsministeriums
gescheitert, die eine Auflassung von wöchentlich 224 Start- und
Landerechten in Heathrow vorsahen.
.