US-Sanktionen
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Eilgeschäft: Iran bemüht sich um Airbus-Flugzeuge

Iran Air Airbus A330-200
Iran Air Airbus A330-200, © Airbus

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TOULOUSE - Der Iran will das schmale Zeitfenster nutzen, das bis zur Wiedereinführung von US-Sanktionen gegen das Land bleibt: Airbus und ATR sollen noch kurzfristig Flugzeuge liefern.

"Wir sind in Kontakt mit Airbus und sie loten alle Möglichkeiten aus, wie wir das bestehende Zeitfenster nutzen können", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" den Referenten des iranischen Ministers für Straßenbau und Stadtentwicklung, Ashgar Fakhrieh-Kashan. "Airbus wird seine Entscheidung in den kommenden Tagen bekannt geben."

Allein Iran Air hat 89 offene Bestellungen bei Airbus, darunter 32 A320neo, einige A321ceo, 28 A330-900 und 16 A350-1000, und zwölf offene Bestellungen bei ATR.

Die Wiedereinführung der US-Sanktionen gegen den Iran machen Geschäfte mit dem Land auch für europäische Unternehmen riskant - Firmen, die trotz der Sanktionen mit iranischen Unternehmen kooperieren, drohen, auch ihre Geschäfte mit den USA zu verlieren.

Im Fall von Airbus gibt es noch ein weiteres Problem: einige der Flugzeugteile werden in den USA hergestellt. Bis der Sanktions-Vorhang fällt und die USA Exportgenehmigungen in den Iran widerrufen, gelten Übergangsfristen von 90 bis 120 Tagen - in diesem Fenster wären Flugzeuglieferungen noch denkbar.
© aero.de | 11.05.2018 14:31

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Beitrag vom 14.05.2018 - 13:58 Uhr
Wohl kaum. Die Vorlaufzeit für Kundenanpassungen bei großen Jets liegt bei ca. 2 Jahren - und das betrifft nicht nur die Kabine; auch bei Avionik und anderen Systemen gibt's eine Menge Kundenoptionen.

Auslieferung ohne Innenausstattung ist auch keine Option; diese wird benötigt, um das Flugzeug zuzulassen - so bizarr es klingt, werden z. B. auch Flugzeuge, die für die spätere Umrüstung zum Tankflugzeug vorgesehen sind, als normale Passagierversion gebaut, und zwar incl. einer (rudimentären) Kabine.

Insofern sind die Möglichkeiten für Airbus, noch kurzfristig legal Flieger zu liefern, recht beschränkt (außer Second Hand bzw. was schon fertig produziert ist). Bei Neufliegern käme nur in Frage, einen so gut wie fertigen Flieger mit der falschen Ausstattung zu liefern und dem Iran das Retrofit zu überlassen.

Andererseits wird Airbus sich sicherlich genau überlegen, wie weit man das Thema mit den US-Behörden ausreizt - ein weiterer Zugang zum US-Markt (insb. für den Einkauf) ist für Airbus lebenswichtig, da will man Trump & Co sicherlich keinen Vorwand bieten, "America First" ein weiteres Mal zu praktizieren (und Boeing zum Weltmonopol zu verhelfen).
Beitrag vom 13.05.2018 - 12:03 Uhr
Airbus könnte ja die Gelegenheit nutzen und versuchen dem Iran A380 anzudrehen, Liefertermine nach hinten verschieben wird da wohl kein Problem sein.

Auch arbeitet die A380 Linie ja nur auf halber Leistung also schafft es Airbus vielleicht sogar noch einen fertigzustellen und die anderen A380 müssen eben umgespritzt werden, die Innenausstattung ist erstmal nicht so wichtig das muss der Iran halt selber nachrüsten.

Man könnte aus Zeitgründen ja sogar komplett auf die Innenausstattung verzichten, das ist ja kein Hexenwerk.
Beitrag vom 13.05.2018 - 09:41 Uhr
Die A340/600 wären schnell zu haben und gleich ein oder zwei Maschinen als Ersatzteilspender.
A330/200 sind gleich im Duzend zu haben,da mistet ascheinend eine Airline aus.ATR,s gibts auch einige 600er am Markt ,aber mit A320ern schauts schlecht aus ,die sind alle vergriffen oder uralt,da kannst gleich mit den MD 80 weiterfliegen.
Müßens warten bis die Russen die MS21 liefern können mit den russischen MD14 Motoren,da können die Amis gar nichts machen ,dass gleiche gilt für den Superjet mit Russen teilen
Da müßens sich ansonsten mit den iljusin oder tupolev eindecken.
Der Spritverbrauch spielt ohnehin im Iran weniger Rolle,die haben ja genug davon.und der russischen Flugzeug Industrie ist auch geholfen


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