RECIFE - Embraer stellt sich für eine Ergänzung seiner Modellserien auf. Der brasilianische Flugzeugbauer ernannte Mauro Kern zum Leiter eines jetzt eingerichteten Ressorts für neue Programme.
Kern verantwortete bislang den Bereich Airline Market, der von Paulo Silva übernommen wird. In der neu geschaffenen Position wird Kern einen Einstieg des Embraer-Konzerns in das Geschäft mit Flugzeugen bis 130 Passagierplätze vorbereiten. Embraers wichtigster Wettbewerber am Markt für Regionaljets, Bombardier, hat mit der CSeries in diesem Segment bereits vorgelegt.
Embraer hatte im vergangenen Jahr mehrfach betont, Optionen für eine Erweiterung seines oberen Modellangebots zu prüfen. Die E-195 mit 108 bis 118 Plätzen ist das bislang größte Flugzeug des Unternehmens. Der Konzern sieht Spielraum für ein nochmals verlängertes Modell der E-Jet Familie, schloss aber auch eine Neuentwicklung nicht aus.
Embraer treibt dabei nicht allein der Wettbewerb mit Bombardier. Fluggesellschaften weltweit stellen gegenwärtig ihre Regionalflotten auf größeres Fluggerät um. Mit den erfolgreichen E-Jets konnte Embraer bislang von dieser Entwicklung profitieren, trifft dennoch aber auf eine steigende Nachfrage nach Flugzeugen mit 120 bis 130 Plätzen.
Eine Entscheidung über einen Markteintritt des Embraer-Konzerns in dieses Segment soll im kommenden Jahr fallen.
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