SAO PAULO - Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hebt seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Das Unternehmen rechnet jetzt mit Erlösen von 5,25 Milliarden US Dollar - fünf Prozent mehr als bislang erwartet. Die operative Marge soll bei 6,5 Prozent liegen, teilte Embraer in der vergangenen Woche mit. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern in einem guten Marktumfeld einen Nachsteuergewinn von 70,3 Millionen US Dollar.
"Die Erholung des Marktes seit Jahresbeginn eröffnet für Embraer vor allem im Bereich der Verkehrsluftfahrt gute Gelegenheiten", schreibt das Unternehmen. Im abgelaufenen Berichtszeitraum von April bis Ende Juni lieferte Embraer 29 Verkehrsflugzeuge und 40 Business Jets aus.
Eine vom Vorjahresquartal abweichende Zusammensetzung der Lieferungen führte zu einem Rückgang der Erlöse um 7,5 Prozent auf 1,35 Milliarden US Dollar. Den Wert der noch nicht bearbeiteten Aufträge im Bestand gibt Embraer mit 15,2 Milliarden US Dollar (30. Juni) an.
Milliardenaufträge im JuliGleich zu Beginn des dritten Geschäftsquartal konnte Embraer weitere Aufträge in den Backlog schreiben. Auf der Luftfahrtmesse von Farnborough unterzeichnete die britische Regionalairline Flybe einen Festauftrag über 35 E175 zur Lieferung von 2011 bis 2017 und optionierte 105 weitere Flugzeuge. Der Auftrag hat bei Einlösung aller Optionen ein Listenpreisvolumen von rund fünf Milliarden US Dollar.
Der US Airlinekonzern Republic Airways gab in Farnborough eine Absichtserklärung über den Erwerb von bis zu 24 E190 in einem Wert von etwa 960 Millionen US Dollar laut Preisliste ab. Bei Finalisierung des Auftrags sollen die ersten Flugzeuge bereits ab 2011 an Republic geliefert werden.
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