HAMBURG - Am Hamburg Airport geht es wieder aufwärts, nachdem die schwache Konjunktur im Jahr 2009 zu einem Rückgang der Passagierzahlen geführt hat. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stieg die Anzahl der Fluggäste um 3,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2009. Damit liegt die Steigerungsrate in Hamburg über dem durchschnittlichen Wachstum der deutschen Airports, die im Flughafenverband ADV organisiert sind.
In den ersten sechs Monaten 2010 nutzten insgesamt rund sechs Millionen Passagiere den Hamburger Flughafen. Die Zahl der Flugbewegungen ist um 0,2 Prozent auf rund 76.000 gestiegen.
"Am Hamburg Airport stehen die Zeichen wieder auf Wachstum", erklärte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. "Trotz Aschewolke, Streiks und des harten Winters konnte der Flughafen Hamburg im 1. Halbjahr 3,3 Prozent mehr Passagiere begrüßen. Im vergangenen Jahr sind 1.000 neue Arbeitsplätze am Flughafen entstanden."
Die Branche drohe jedoch angesichts der geplanten Luftfahrtabgabe der Bundesregierung, vom Erholungskurs abzukommen. "Eine Folge wird sicher sein, dass sich potentielle Kunden gegen eine Flugreise entscheiden werden – eine Familie mit zwei Kindern würde für den Hin- und Rückflug nach bzw. von München zwischen 60 und 120 Euro zusätzlich zahlen müssen", sagte Eggenschwiler. "Für viele nicht machbar."
Asche ließ Aprilzahlen einbrechenIm Januar 2010 zählte der Hamburger Flughafen 803.129 Passagiere (+3,8 Prozent), im Februar 835.217 (+4,1 Prozent) und im März bereits 1,1 Millionen (+8,6 Prozent). Im April nutzten 839.880 Passagiere den Hamburger Flughafen, was einem Rückgang von 16,4 Prozent entspricht. Grund dafür waren die tagelangen Flugausfälle aufgrund der Aschewolke über Europa.
Im Mai verzeichnete Hamburg Airport mit 1,2 Millionen Fluggästen ein Wachstum von 11,7 Prozent, im Juni nutzten 1,17 Millionen Passagiere den Flughafen (+7,5 Prozent).
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