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Union fordert Körperscanner

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Flughafen Newark schließt Terminal nach Sicherheitspanne

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Airbus A330-300 der Delta / NWA, © Lemoto Kentaro
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NEW YORK - Nach einer Sicherheitspanne ist ein Abfertigungsgebäude des New Yorker Flughafens Newark am Sonntagabend geschlossen worden. Wie die amerikanische Flugsicherheitsbehörde (TSA) nach Medienberichten mitteilte, gelangte ein Passagier durch einen Ausgang unkontrolliert in den Sicherheitsbereich des Terminals C. Von dort wurden daraufhin keine Flüge mehr abgefertigt. Tausende Passagiere mussten erneut die Sicherheitskontrollen passieren.

Der Mann konnte zunächst nicht gefunden werden. Der Newark Liberty International Airport liegt rund 25 Kilometer von Manhattan entfernt. Das Passagieraufkommen am Flughafen beträgt pro Jahr etwa 35 Millionen.

Die Sicherheitsvorschriften für die Passagierluftfahrt in den USA wurde infolge des vereitelten Anschlags auf eine US-Passagiermaschine beim Landeanflug auf Detroit am 1. Weihnachtsfeiertag verschärft. Wie die Flugsicherheitsbehörde am Sonntag (Ortszeit) bekanntgab, gibt es von Mitternacht an (Sonntag/Ortszeit) für alle Passagiere beim Einchecken stichprobenartige Kontrollen ihres Handgepäcks oder verschärfte Passkontrollen.

Reisende aus 14 terrorverdächtigen Ländern würden ausnahmslos in diesem Maße kontrolliert sowie vom Sicherheitspersonal abgetastet, heißt es weiter.

Bosbach: Einführung von Körperscannern noch 2010


Unterdessen sieht der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), gute Chancen für einen Probebetrieb der umstrittenen Körperscanner an Deutschen Flughäfen noch in diesem Jahr. Es komme jetzt darauf an, dass sich die Geräte mit modernster Technik auch im praktischen Betrieb bewährten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Und das geht nicht in Labors, dafür braucht man den Praxistest auf deutschen Flughäfen.» Er sei zuversichtlich, dass mit diesen Tests noch in diesem Jahr begonnen werden könne, unterstrich Bosbach.

Der CDU-Politiker versuchte erneut, Bedenken gegen den Einsatz von Körperscannern für mehr Sicherheit im Luftverkehr zu zerstreuen. «Ich kann die Befürchtungen verstehen, ich möchte ja auch nicht nackt dastehen.» Niemand denke aber daran, «Nacktscanner» einzusetzen, bei denen die Kontrolleure die Passagiere quasi nackt sehen könnten. «Das brauchen wir auch bei modernster Technik gar nicht.» Bei der jüngsten Generation der Körperscanner würden nur noch gesuchte Gegenstände beispielsweise farblich auf einem Bildschirm abgebildet.

Am Wochenende hatten die Unionsfraktion im Bundestag und auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bei der Einführung von Körperscannern aufs Tempo gedrückt. Die Diskussion über die Scanner war durch das vor gut einer Woche knapp vereitelte Terror- Attentat eines Nigerianers in einem US-Flugzeug aktuell geworden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Max Stadler (FDP), sagte dem Berliner «Tagesspiegel» (Montag), da die Erfahrung gelehrt habe, dass Sprengstoff in der Unterwäsche unerkannt an Bord von Flugzeugen gebracht werden könne, sei der Einsatz von Körperscannern «der richtige Ansatz».

Allerdings dürfe die Technik erst eingeführt werden, falls zwei Bedingungen erfüllt seien: «Wenn der Eingriff in die Intimsphäre der Passagiere so gering wie möglich ist, und wenn mit ihrem Einsatz ein deutlicher Sicherheitsgewinn verbunden ist.» Im Gegensatz zu Bosbach wollte sich Stadler nicht auf einen Zeithorizont für die Einführung dieser Technologie festlegen.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner ließ eine Zustimmung seiner Partei zum Einsatz modifizierter Körperscanner offen. «Sollte es eine technische Weiterentwicklung geben, wägen wir neu», sagte er der in Düsseldorf erscheinenden «Rheinischen Post» (Montag). «Die Würde des Menschen endet für uns nicht am Flughafenschalter. Die Peep-Show der heute üblichen Körperscanner lehnen wir ab.»

© dpa | Abb.: world-of-aviation.de, Björn Schmitt Aviation Photography | 04.01.2010 08:46




Leser-Kommentare (1)

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04.01.2010 15:38
Entschuldigung, aber wie genau muss ich mir das mit den Körperscannern bei Flugbegleiter/innen und Piloten/innen vorstellen? 5 bis 6 mal die Woche und das Monat für Monat, Jahr für Jahr? Plus Höhenstrahlung plus ILS plus NAV-Aids, Radar... Ich glaube, da freuen sich gerade einige Berufsgruppen tierisch über diese kleine Zusatzbelastung, denn auch Ihre Sicherheit steigt damit ja beachtlich!


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