BEIRUT - Vor der libanesischen Küste ist am frühen Montagmorgen ein Flugzeug mit 90 Menschen an Bord abgestürzt. Die Boeing 737-800 der Ethiopian Airlines war auf dem Weg von Beirut nach Addis Abeba. Offizielle Stellen dementierten am Vormittag örtliche Medienberichte, nach denen sieben Überlebende geborgen worden sein sollten. Die Aussicht, auch noch später jemanden lebend retten zu können, wurde von den Behörden in Beirut als gering eingeschätzt.
Die Maschine war bei schlechtem Wetter vier Minuten nach dem Start in Beirut abgestürzt. Ein Flughafensprecher sagte, das Flugzeug mit der Kennung E
T-ANB sei von einem Blitz getroffen worden. Nach Airlineangaben befanden sich 82 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder an Bord.
Augenzeugen berichteten von einem lauten Geräusch und sahen dann ein brennendes Flugzeug ins Mittelmeer stürzen. Am Rafik Hariri International Airport versammelten sich besorgte Angehörige.
Flug ET-409 war um 2.35 Uhr Ortszeit vom internationalen Flughafen Beirut bei schlechtem Wetter gestartet, 25 Minuten später als planmäßig. Schon kurz danach, so teilte Ethiopian Airlines mit, ging der Funkkontakt mit der Maschine verloren.
Bei den Fluggästen handelte es sich überwiegend um Libanesen und Äthiopier. Laut Fluggesellschaft stammten 51 Passagiere aus dem Libanon, 23 aus Äthiopien und zwei aus Großbritannien. Je ein Fluggast kam aus der Türkei, aus Frankreich, Russland, Kanada, Syrien und Irak.
An der großangelegten Rettungsaktion waren nach Angaben der Vereinten Nationen auch ein deutsches und ein italienisches Schiff beteiligt. Die Bemühungen litten unter den schlechten Wetterverhältnissen.
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