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Minus nach Streik

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Fraport kommt besser durch die Krise als erwartet

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Airbus A380 in Frankfurt, © Fraport AG
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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat 2009 weniger unter der Wirtschaftskrise gelitten als erwartet. Der Konzerngewinn sank um ein Fünftel auf 157 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Branchenexperten hatten im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Auch der Umsatz fiel geringer aus. Für 2010 rechnet das Management wieder mit mehr Fluggästen und höheren Erlösen.

Der Überschuss dürfte hingegen weiter sinken. Dennoch soll die Dividende mit 1,15 Euro je Aktie in beiden Jahren stabil bleiben. Die Fraport-Aktie reagierte im vorbörslichen Handel mit leichten Verlusten auf die Nachrichten. Bei Lang und Schwarz notierte sie am Morgen mit 0,09 im Minus auf 38,47 Euro.

Im abgelaufenen Jahr ging der Umsatz des Flughafenbetreibers um sechs Prozent auf 1,97 Milliarden Euro zurück. Die Zahl der Fluggäste sank konzernweit um 2,6 Prozent. Am wichtigsten Flughafen in Frankfurt zählte Fraport gar 4,7 Prozent weniger Passagiere. Zudem wirkte sich der Verkauf des defizitären Hunsrück-Flughafens Frankfurt-Hahn aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte um acht Prozent auf 553 Millionen Euro, lag damit aber über dem vom Vorstand gesetzten Ziel.

Zum Jahresstart 2010 hatte Fraport mit dem harten Winterwetter und zahlreichen Flugausfällen zu kämpfen. Wegen des Streiks der Lufthansa-Piloten in der vergangenen Woche ging die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen im Februar den Angaben zufolge um ein Prozent zurück. Erst im Dezember war der Flughafen nach anderthalb Jahren des Schrumpfens auf den Wachstumskurs zurückgekehrt.

Mehr Fluggäste erwartet


Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand in Frankfurt mit 1 bis 2 Prozent mehr Fluggästen, nachdem deren Zahl 2009 auf 51 Millionen gesunken war. Im kommenden Jahr, wenn im Herbst die neue Landebahn in Betrieb geht, sollen es bereits 53 Millionen Passagiere sein. Für das Jahr 2015 peilt Fraport für den größten Flughafen des Konzerns die Schwelle von 65 Millionen Fluggästen an.

Im Gesamtjahr 2010 will Fraport im operativen Geschäft weiter zulegen. Der Umsatz soll unter anderem dank höherer Flughafenentgelte wachsen, der operative Gewinn auf mindestens 600 Millionen Euro klettern. Beim Überschuss erwartet das Unternehmen hingegen erneut einen Rückgang. Als Ursachen dafür führte das Management steigende Abschreibungen, ein sinkendes Finanzergebnis und einen Steuer-Einmaleffekt aus dem Jahr 2009 an.

Südamerika im Blick

Fraport will sein Engagement im Ausland weiter ausbauen. Dabei gehe es sowohl um weitere Flughäfen in China als auch um einen Einstieg in Brasilien, sagte Schulte. Dabei müsse man abwarten, wie die Ausschreibungen dort aussähen. In den nächsten sechs bis zwölf Monaten sei allerdings nicht mit einem wesentlichen Vertragsabschluss zu rechnen.


© dpa-AFX | Abb.: Fraport AG | 03.03.2010 08:13




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