FRANKFURT/M. - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat sich nach monatelangen Verhandlungen mit den Fluggesellschaften auf die Steigerung der Start- und Landegebühren bis zum Jahr 2015 geeinigt. In den Jahren 2012 bis 2015 sollen die Entgelte nun jährlich um 2,9 Prozent in die Höhe klettern, wie ein Fraport-Sprecher am Freitag sagte. Für 2010 und 2011 hatten sich beide Seiten bereits im Dezember auf eine schrittweise Steigerung um insgesamt 12,5 Prozent verständigt.
"Wir haben ein Ergebnis erzielt, das beiden Seiten für die nächsten sechs Jahre Planungssicherheit gibt", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Ohne die Einigung hätte Fraport die Entgelte ab 1. April um 8,4 Prozent erhöhen können.
Fraport hatte sich im Dezember mit Fluglinien und Verbänden auf eine vorläufige Regelung geeinigt, derzufolge die Flughafenentgelte 2010 und 2011 schrittweise um insgesamt 12,5 Prozent steigen sollen. Allerdings bleibt diese Regelung nur bestehen, wenn sich die Beteiligten auch über die Gebühren der Jahre 2012 bis 2015 verständigen. Andernfalls träte ab 1. April eine Erhöhung um 8,4 Prozent in Kraft, wie sie Fraport anfangs gefordert hatte.
In dem Streit ging es um die Entgelte für Starts, Landungen, Lärm, Emissionen, Passagiere, Sicherheit und das Abstellen von Flugzeugen. Fraport begründet die Anhebung im Wesentlichen mit dem Flughafenausbau. Lufthansa und andere Fluggesellschaften wehren sich gegen noch höhere Kosten. Sie haben in der Krise ohnehin mit hohen Belastungen zu kämpfen. Bei der Lufthansa kommt derzeit der Pilotenstreik hinzu. Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat für den kommenden Montag 4.000 Flugzeugführer zu einem viertägigen Streik aufgerufen.
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