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Fronten im Streit um Fraport-Gebühren verhärtet

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Lufthansa am Flughafen Frankfurt, © Deutsche Lufthansa AG
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FRANKFURT - Die Lufthansa, größter Kunde und zugleich Anteilseigner des Flughafenbetreibers Fraport, verschärft einem Pressebericht zufolge den Ton im Streit um Start- und Landegebühren ab 2012. Die Fronten seien verhärtet, Beobachter schlössen ein Scheitern der Gespräche nicht mehr aus, berichtet das "Handelsblatt". "Die Forderung nach weiteren 20 Prozent können und werden wir uns nicht leisten", zitiert die Zeitung eine ungenannte Lufthansa-Quelle.

Früheren Presseangaben zufolge verlangt Fraport für den Zeitraum 2012 bis 2015 eine Gebührenerhöhung von insgesamt 20 Prozent, was der Flughafenbetreiber bestreitet. Wir sind mittlerweile weit von diesem Wert entfernt, sagte ein Fraport-Sprecher dem Blatt.

Die Fluggesellschaften und Fraport verhandeln seit Monaten über die Entgelte. Ursprünglich hatte Fraport eine Erhöhung bereits ab April dieses Jahres um 8,4 Prozent gefordert. Das hatten die Airlines mit Verweis auf die schwere Krise abgelehnt. Im November 2009 hatten sich beide Parteien dann zunächst auf eine gestaffelte Erhöhung bis 2011 um 12,5 Prozent geeinigt.

Das steht aber unter dem Vorbehalt, dass bis 19. Februar ein Kompromiss für die Jahre ab 2012 gefunden wird. Scheitert dieser, würde rechtlich die von Fraport bereits beantragte Erhöhung der Entgelte um 8,4 Prozent ab April greifen.

Rechtsstreit möglich


Wie das "Handelsblatt" aus dem Lufthansa-Umfeld erfahren haben will, erwägt der Konzern in diesem Fall, die Erhöhung nicht zu begleichen. Dann müsste Fraport die Forderung vor Gericht durchsetzen oder die Politik zu Hilfe rufen. Fraport begründet die Entgeltsteigerung mit den Finanzierungskosten für den Ausbau des Flughafens, von dem auch die Airlines profitierten.

© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 16.02.2010 09:04




Leser-Kommentare (1)

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16.02.2010 10:07
Sollten sich die Investitionen in den Ausbau nicht aus dem mehr an Gebühren finanzieren die durch den Kapazitätszuwachs entstehen und nicht durch höhere Kosten für die Nutzung der bestehenden und bereits finanzierten Infrastruktur.

Die Begründung von Fraport ist in diesem Punkt nicht schlüssig. Gegen eine angemessene Erhöhung zur Kompensation gestiegener Betriebskosten ist hingegen wenig einzuwenden.


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