PARIS - Über zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs in den Atlantik ist die Identifizierung der Opfer abgeschlossen. Im Frühjahr waren die Leichen des Todesfluges von Rio nach Paris vom Grund des Meeres geborgen worden. Mit Ausnahme eines Körpers seien alle 103 sterblichen Überreste identifiziert worden, teilte Robert Soulas von der Organisation Entraide et Solidarité AF447 am Montag der Nachrichtenagentur dpa mit.
Die meisten Angehörigen seien bereits informiert, erklärte der Präsident der Opfergemeinschaft in Paris.
Die Angehörigen hatten sich zur Bergungsaktion bereits mehrfach unterschiedlich geäußert. Ein Teil von ihnen hätte es vorgezogen, dass die Opfer am Unfallort ihre letzte Ruhestätte finden. Der Airbus war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris in einem Unwetter abgestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche. Insgesamt 50 Leichen waren unmittelbar in den Tagen nach dem Absturz aus dem Wasser geborgen worden.
Die Unfallermittler hatten nach dem Fund des Wracks in etwa 4000 Metern Tiefe neben den sterblichen Überresten der Passagiere auch die Flugschreiber geborgen. Die Ermittlungen zum Absturz dauern an.
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