ZÜrich-Kloten
Initiative zur Verteilung des Fluglärms gescheitert
ZÜRICH - Die Zürcher Bürger haben in einer Volksabstimmung einen Entwurf zur gleichmäßigen Verteilung des Fluglärms um den Flughafen Zürich-Kloten abgelehnt. Die "Fairflug-Initiative" sah eine zeitabhängige Steuerung des Flugverkehrs in einem Rotationssschema vor, das die Lärmbelastung gleichmäßig auf alle Gemeinden um den Flughafen verteilen solle.
Während der Entwurf im nördlichen und östlichen Einzugsbereich des Flughafens auf hohe Zustimmung traf, wiesen ihn insgesamt knapp über 75 Prozent der Stimmberechtigten zurück. Flughafenbetreiber Unique und Swiss begrüßten die Ablehnung der Initiative.
"Swiss ist erfreut, dass sich eine deutliche Mehrheit der Zürcher
Stimmberechtigten gegen die Fairflug-Initiative (...) ausgesprochen hat", teilte die Fluggesellschaft auf ihren Internetseiten mit. "Eine Annahme der Initiative hätte den Flugbetrieb erheblich erschwert und die Leistungsfähigkeit des Flughafens Zürich eingeschränkt."
Auch im Hinblick auf die im kommenden Jahr stattfindende Abstimmung über ein Pistenbaumoratorium habe das Abstimmungsverhalten der Bevölkerung ein klares Zeichen gegen weitere Beschränkungen gesetzt. Swiss nehme die Anliegen der Anwohner um den Flughafen aber weiterhin sehr ernst.
"Mit unserem Investitionsprogramm in der Höhe von zweieinhalb Milliarden Schweizerfranken in neue, verbrauchsärmere und deutlich leisere Flugzeuge unterstreichen wir unser Grundverständnis, die weitere Reduktion des Fluglärms voranzutreiben", äußerte sich Swiss Vorstandschef Harry Hohmeister. "Keine andere politische oder operationelle Maßnahme ist effizienter."
© aero.de | Abb.: Unique AG | 30.09.2009 08:48
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