TOKIO - Die insolvente japanische Fluglinie Japan Airlines (JAL) will bei ihrem Versuch, wieder einen Gewinn zu erzielen, die Flotte ausdünnen und Strecken streichen. 103 Jets sollen aussortiert werden und 49 Strecken vom Flugplan verschwinden, teilte das Unternehmen am Dienstag in einem Schreiben an ein Gericht in Tokio mit. Japan Airlines denkt den Angaben zufolge zudem über die Gründung einer Billig-Fluglinie nach.
Eine Wiederaufnahme an die Börse bis 2013 sei außerdem ein Thema. Mithilfe der Sanierungsanstrengungen will die JAL bis zum Frühjahr 2013 auf eine operative Marge von 9,2 Prozent kommen. Die Fluggesellschaft schulterte bis Ende März noch Schulden in Höhe von 959 Milliarden Yen (8,9 Mrd Eur).
"Der Misserfolg der JAL hat Aktionären und Finanzinstituten eine Menge Ärger eingebracht", sagte Unternehmenschef Kazuo Inamori bei einer Pressekonferenz in Tokio. Nun starte die JAL aber neu durch.
Die Fluggesellschaft war wegen eines schwachen Passagieraufkommens vor allem auf internationalen Strecken in die Insolvenz gerutscht und muss sich daher nun einem radikalen Umbau unterziehen. Dazu gehört auch ein immenser Stellenabbau. Hintergrund der forcierten Sparpläne war, dass die Geldgeber der JAL den Zusammenbruch der bislang größten Airline Asiens befürchteten.
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