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Air Berlin / NIKI

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Lauda: Ich bleibe Mehrheitseigentümer

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NIKI-Spitzen Neumeister und Lauda, © Ingo Lang, Edition Airside
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WIEN - "Ich bin und bleibe Mehrheitseigentümer und Chef meiner eigenen Airline". Mit diesen Worten trat Niki Lauda heute in Wien vor die Presse. Die Themen des Tages: Wie erwartet eine erfreuliche Bilanz 2009, Sinn und Synergien der neuen Anteilsverhältnisse mit Air Berlin, sowie die Ungereimtheiten im österreichischen Luftverkehr. 2009 in Zahlen: 2,6 Mio Passagiere (+19%), Umsatz 269 Mio (+17%), Gewinn nach Steuern 12,4 Mio Euro (+76%).

Trotz des schwierigen Marktumfelds erreichte NIKI Luftfahrt das beste Jahresergebnis ihrer Geschichte. Niki Lauda ist zuversichtlich dieses Ergebnis heuer noch zu übertreffen. Für 2010 werden ein Verkehrswachstum auf 3,5 Mio Passagiere und ein Umsatz von 380 Mio Euro erwartet.

Die neuen Anteilsverhältnisse: Die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG stockt ihre Beteiligung an der NIKI Luftfahrt GmbH um 25,9 Prozent auf 49,9 Prozent auf. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt 21 Millionen Euro. Einhergehend mit der Aufstockung der Beteiligung gewährt Air Berlin der Privatstiftung Lauda ein Darlehen in Höhe von 40,5 Millionen Euro. Die Privatstiftung hat das Wahlrecht in drei Jahren das Darlehen in bar oder durch Übereignung der verbleibenden 50,1 Prozent der Anteile an der NIKI Luftfahrt GmbH zurückzuzahlen.

Dazu Niki Lauda: "Es ist mir wichtig, dass wir für NIKI eine breite Basis für das weitere Wachstum schaffen können. Die noch intensivere Zusammenarbeit mit Air Berlin wird uns profitabler, effizienter und für die Passagiere noch attraktiver machen".

Mit eigenen liquiden Mitteln von 50 Mio. Euro und dem Darlehen von Air Berlin sieht sich Niki gegen die Low-Cost Offensive der AUA gut aufgestellt. Nicht nur mit heißen Frankfurtern, NIKIs neuester Serviceidee.

Wachstumspotential sieht NIKI künftig vor allem in Osteuropa und Russland. In diesem Zusammenhang übt NIKI harsche Kritik an der österreichischen Verkehrspolitik. So stößt nicht nur bei NIKI, sondern auch in Russland die Monopolisierung des Luftverkehrs durch bevorzugte Vergabe der Verkehrsrechte an Konzernairlines der Lufthansa auf zunehmende Ablehnung.

Hintergrund der Auseinandersetzung dürften Interessen der Russen sein, die Aeroflot gegen eine Quasi-Alleinstellung der Lufthansa (360 Flüge pro Woche) besser zu positionieren.

Bis 2014 soll die NIKI-Flotte auf 27 Flugzeuge wachsen. Gerüchten zu Langstreckenplänen erteilt der Airlinechef jedoch eine klare Absage.


© Edition Airside, Wien | Abb.: Gerhard Vysocan, Wien | 18.02.2010 15:15




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