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Lufthansa dämpft Gewinnerwartungen für 2010 leicht

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Lufthansa-747 am Flugsteig C/D des Frankfurter Flughafens, © Fraport AG
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FRANKFURT/M. - Die Lufthansa hat die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr leicht gedämpft. Finanzvorstand Stephan Gemkow habe die Erwartungen einiger Analysten im Gespräch mit den Experten als optimistisch bezeichnet, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag. Dies beziehe sich aber nicht auf die Schätzungen aller Analysten und auch nicht auf den Konsens. "Er hat keine Guidance für 2010 gegeben", stellte sie klar.

Allerdings habe er erneut auf die bestehenden Unsicherheiten für die Branche verwiesen, etwa die Entwicklung der Nachfrage und steigende Treibstoffpreise. Für das abgelaufene Jahr peilt der Konzern der Sprecherin zufolge weiterhin ein positives operatives Ergebnis an. Die Prognose bleibe insoweit bestehen.

Appell an Piloten

Im Tarifkonflikt mit den Piloten hat der Lufthansa-Vorstand neue Verhandlungen gefordert. Ein Streik würde zusätzlich zur Krise der Luftfahrt erhebliche Schäden bei Lufthansa verursachen, heißt es in dem Brief der Konzernvorstände Christoph Franz und Stefan Lauer an die Piloten, der der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag vorlag.

Die in Aussicht gestellte Nullrunde reiche noch nicht aus, um die notwendigen Kostenverbesserungen zu erreichen. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte Mitte Januar eine Urabstimmung über unbefristete Streiks gestartet, nachdem die Verhandlungen im Dezember abgebrochen worden waren.

Lufthansa erwartet 146 neue Flugzeuge

Die Lufthansa erwartet bis Ende 2016 die Auslieferung von 146 fest bestellten Flugzeugen. Laut Listenpreis haben die Maschinen einen Wert von rund 13 Milliarden Euro, wie die Lufthansa am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung der Initiative «Luftverkehr für Deutschland» mitteilte. In diesem Jahr sollen 46 Maschinen an den Konzern ausgeliefert werden. Sie ersetzen ältere Flugzeuge.

Unter den Bestellungen finden sich unter anderem 15 Maschinen des Typs Airbus A380. Die erste Lufthansa-A380 soll in diesem Sommer in Frankfurt starten. Auf der Bestellliste stehen auch 20 Jumbo-Jets 747-8 des Airbus-Konkurrenten Boeing, mehrere Maschinen der A320-Familie und auch kleinere Flugzeuge der Hersteller Bombardier und Embraer. Die Lufthansa ist zusammen mit ihren Töchtern die größte Fluggesellschaft Europas und verfügt über deutlich mehr als 500 Flugzeuge.

© dpa-AFX | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 22.01.2010 13:58




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