NEU-ISENBURG - Trotz unsicherer Konjunkturaussichten wollen Unternehmen in diesem Jahr nicht bei Geschäftsreisen sparen. Das geht aus einer Studie hervor, die die Lufthansa-Tochter Airplus International am Mittwoch in Neu-Isenburg bei Frankfurt vorstellte. Nach dem vergangenen Rekordjahr gehen die Unternehmen demnach von einem stabilen Reisevolumen und höheren Ausgaben aus. Regional gibt es allerdings Unterschiede.
In Deutschland erwarten 40 Prozent der befragten Manager einen Anstieg der Geschäftsreisen in den nächsten zwölf Monaten. Im Januar stieg die Zahl der Dienstreisen deutscher Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr bereits um 9 Prozent. Im europäischen Durchschnitt rechnen nur 30 der Befragten mit einem Zuwachs im Gesamtjahr.
Große Zuversicht herrscht dagegen vor allem in Wachstumsregionen wie Brasilien, Südafrika, Singapur und Australien. Befragt wurden rund 1700 Verantwortliche für Geschäftsreisen in Unternehmen aus 20 Ländern.
Unter dem europäischen Durchschnitt liegen die deutschen Unternehmen der Studie zufolge in Sachen Klimaschutz. Demnach haben nur 17 Prozent dazu Regelungen in ihre Reiserichtlinien aufgenommen. Der europäische Durchschnitt liegt bei 24 Prozent. 20 Prozent der deutschen Firmen wollen allerdings bis Ende des Jahres «grüne» Richtlinien einführen.
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