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"Les Echos"

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Mehrkosten von 7,4 Milliarden Euro bei Airbus A400M

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Hinter dem Zeitplan: Airbus A400M, © Airbus S.A.S.
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PARIS - Die Entwicklungskosten des Airbus Programms A400M drohen ein tiefes Loch in die Finanzplanung des Flugzeugbauers zu reißen. Der Programmetat von 20,0 Milliarden Euro werde um 7,4 Milliarden Euro überschritten, meldet "Les Echos" unter Berufung auf eine Analyse der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers. In der vergangenen Woche hatte "Die Welt" die Mehrkosten im Programm auf 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro beziffert.

EADS warnte indes vor "Missinterpretationen von aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen", solange die Verhandlungen mit den Erstkunden und der europäischen Behörde Occar noch liefen. Ein Konzernsprecher wollte den "Welt"-Bericht auf Nachfrage allerdings auch nicht als falsch zurückweisen.

Derzeit beraten die Bestellnationen mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS über die Zukunft des A400M-Programms. Deutschland, Frankreich und weitere europäische Länder haben 180 Maschinen bestellt. In einem Vertrag war ein Festpreis von 20 Milliarden Euro für das Projekt vereinbart. Der A400M ist bisher mindestens drei Jahre verspätet. Der Erstflug soll um den Jahreswechsel herum stattfinden.

Noch ist unklar, wie die Mehrkosten verteilt werden. Sowohl Airbus als auch die Bestellnationen haben erklärt, dass sie bis Neujahr eine Lösung präsentieren wollen. EADS hat bereits 2,4 Milliarden Euro für den A400M zurückgestellt. Das Unternehmen warnte allerdings erneut davor, dass bei Fortführung des Programms für die Rückstellungen eine "große Bandbreite" möglich sei. Wie hoch die Belastung für den Konzern tatsächlich ausfällt, hängt vom Ausgang der Verhandlungen ab.

Bestellnationen wollen sich an Mehrkosten beteiligen


Dem Bericht zufolge sind die Bestellnationen offenbar bereit, einen Teil der Mehrkosten zu übernehmen. Zwar solle der bestehende Vertrag nicht aufgeschnürt werden, allerdings könne der Preis aufgrund einer "Preiseskalationsformel" wegen "veränderter Rahmenbedingungen" angepasst werden. Andererseits könnten die Staaten auf eine üblicherweise vereinbarte Beteiligung an Exporteinnahmen verzichten.

Darüber hinaus könnten einzelne Länder EADS noch entgegenkommen, wenn sie weniger Maschinen als vertraglich vereinbart abnehmen, aber trotzdem den vollen Preis überweisen.

© aero.de, dpa-AFX | Abb.: EADS | 01.12.2009 09:24




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