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ILA 2010

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Messestar Airbus A400M steht weiterhin vor großen Problemen

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A400M bei der Flugvorführung auf der ILA, © aero.de
Fotostrecke: Airbus A400M auf der ILA 2010
A400M bei der Flugvorführung auf der ILA (© aero.de)
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A400M auf der ILA 2010 (© aero.de)
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A400M bei der Flugvorführung auf der ILA (© aero.de)
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A400M bei der Flugvorführung auf der ILA (© aero.de)
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A400M bei der Flugvorführung auf der ILA (© aero.de)
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A400M bei der Flugvorführung auf der ILA (© aero.de)
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BERLIN - Auf diesen Augenblick haben die Militärs voller Spannung gewartet: Mit kräftigem Schub hebt die A400M von Berlin- Schönefeld ab, steigt steil in die Höhe und kurvt wendig über das Flugfeld. «Ich bin beeindruckt», sagt Oberfeldwebel Maik Buhmann. «Die ist sehr beweglich, steigt sehr steil. Und wenn sie will, kann sie auch sehr leise fliegen. Wollen nur hoffen, dass die A400M auch im Einsatz alles zeigt.»

Der Airbus-Militärtransporter ist an den ersten Tagen für Profis auf der Luftfahrtmesse ILA eindeutig der Star. «Die A400M entwickelt sich vom Sorgenkind zum Erfolgsflugzeug», strahlt Luftfahrt- Koordinator Peter Hintze. Doch der Startschuss für den Bau des europäischen Multitalents lässt immer noch auf sich warten. Der technische Wundervogel hat einmalige Flugeigenschaften, eine riesige Klappe - und ebenso große Probleme.

Das Hauptproblem: Die Finanzierung des größten Rüstungsprojektes Europas ist immer noch nicht gesichert. Die Vereinbarung mit Airbus vom 5. März über die Aufteilung von fünf Milliarden Mehrkosten hängt in der Luft, weil Deutschland und seine Partnerländer sich nicht auf die Lastenverteilung einigen können. Es geht um Leistungsoptionen, die Zahl der Maschinen und Regeln für Vorauszahlungen. «Deutschland steht zur Vereinbarung», versichert Hintze.

Doch das ist in Zeiten knapper Kassen leichter gesagt als getan. Weil jeder eine andere A400M-Variante will, ist eine gerechte Sparlösung beim besten Willen schwierig. Berlin würde zum Beispiel lieber auf die vollautomatische Tiefflugfähigkeit verzichten, die Briten lieber zum gleichen Preis drei Flieger weniger abnehmen. Und jetzt schnüren auch noch die Finanzminister das Geldsäckel enger.

Die Finanzkrise sei eine gefährliche «strategische Überraschung», klagt der französische Generalstabschef Édouard Guillaud. Am Ende gaben die Airbus-Minister auf der ILA der A400M zwar kräftig Beifall, aber eine Entscheidung fiel nicht. Für Airbus heißt das: Über den Beginn der Serienfertigung wird erst am Jahresende entschieden.

Schon heute verschlingt die Montage und Erprobung der fünf Testflugzeuge Monat für Monat 100 bis 150 Millionen Euro. Mehr zubuttern will der Konzern nicht. Die riesige Montagehalle in Sevilla, die mit Anbau einen halben Kilometer misst, bleibt weitgehend leer. Gerade wird die vierte Testmaschine montiert; die dritte steht kurz vor ihrem Erstflug. Geplant war eigentlich die Fertigung von monatlich drei A400M.

Für die Bundeswehr oder die französischen Streitkräfte ist das Warten schwer. Denn der Transporter werden dringend für Afghanistan gebraucht. Dazu sind die schon seit 1963 fliegenden Transall nicht geeignet. Die alten Maschinen bringen die Leistung nicht und fallen buchstäblich auseinander, so dass Paris schon CASA-Transporter zum Überbrücken bestellt hat.

Erste Auslieferungen Anfang 2013


Anfang 2013 werde die erste A400M an Frankreich gehen, sagt Airbus-Chef Tom Enders. Dabei sollte sie eigentlich jetzt schon ein halbes Jahr im Einsatz sein. Ihre letzte A400M erhalten die Franzosen jetzt 2024. Die Bundeswehr bekommt ihre erste A400M statt in diesem August erst Ende 2014, die Royal Air Force mit fünf Jahren Verspätung 2015.

Zunächst liefert Airbus Maschinen im Zivileinsatz-Standard aus. Der Basis-Militärstandard SOC-1 ist für Ende 2013 geplant. Frühestens 2015 kann die A400M auch im Tiefflug dem Gelände folgen (SOC-3).

Die A400M kann wie Boeings vierstrahlige C17 Globemaster als «strategischer» Transporter schweres Gerät wie Kräne oder Hubschrauber über weite Strecken bis Afghanistan transportieren und wie Lockheed Martins Propellermaschine C130 Hercules als «taktischer» Transporter auf kurzen, schlechten Pisten landen. Dabei kann die Kevlar-gepanzerte Maschine sich mit Hitzeködern und Laser gegen Angreifer verteidigen und Fallschirmjäger oder Paletten aus zehn Kilometern oder nur fünf Metern Höhe absetzen. 47 der 180 Maschinen sollen zudem auch als Lufttanker dienen.

Die A400M liegt mit 37 Tonnen Nutzlast zwischen der Hercules (21 to) und der Globemaster (75 to). Ein Exemplar kostet jetzt 140 Millionen Euro. Die C17 soll auf 250 Millionen und die kleine C130 auf 100 Millionen kommen. Wer die ILA besucht, kann sich alle anschauen: die Hercules, die Globemaster - und die Transall, die noch unter Militärmaschinen und noch nicht unter historische Flugzeuge läuft.

© Hans-Hermann Nikolei (dpa), aero.de | Abb.: aero.de | 09.06.2010 11:45




Leser-Kommentare (3)

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11.06.2010 10:49
Helmut, und was hat das doch gleich mit dem A400M zu tun ?
09.06.2010 22:21
Vielleicht "ebenfalls orgiastische Momente" waren einem Oberleutnant der Bundesluftwaffe während der ILA 2010 in Berlin über den deutschen Nachrichtensender N24 anzumerken, der vorzüglich bescheiden vor der Lufthansa-A380 posierte, dabei stolz strahlend freundlich einiges aus seinem fliegerischen Berufserleben und "ganz klein" wenig zur A380 plauderte, sich bei der Gelegenheit indirekt deutlich für die Lufthansa empfahl, sicher nicht für Emirates. ;-) mfg
09.06.2010 21:38
Hauptgefreiter Bromseklötten hatte ebenfalls orgiastische Momente während der Flugvorführung *scnr*


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