WIEN - Die österreichische Fluggesellschaft NIKI Luftfahrt beschleunigt nach dem Aus des Wettbewerbers SkyEurope und der Austrian-Übernahme durch Lufthansa ihre Wachstumsstrategie. Für das Jahr 2010 plant die Gesellschaft mit einer Erweiterung ihrer Kapazität um 30 Prozent. "Wir erhöhen die Schlagzahl, das ist ganz logisch", sagte NIKI Präsident Niki Lauda. "Es ist ein Konkurrent in Wien verschwunden, der Marktführer hat sich neu zu organisieren."
NIKI hatte bereits im September angekündigt, strategische Perspektiven aus der SkyEurope Insolvenz und der unter Auflagen genehmigten Austrian-Übernahme durch Lufthansa abzuleiten. "Wir prüfen genau welche Möglichkeiten sich durch die neue Situation
Lufthansa-AUA und SkyEurope ergeben und setzen das um, was Perspektive
hat", erläuterte Lauda, und fügte hinzu: "Ein erster Schritt, der sich
aus den EU-Auflagen eröffnet, ist unsere dritte Frequenz nach
Frankfurt."
Zudem sollen ab Februar 2010 von Wien aus täglich Bukarest, Sofia und
Belgrad angeflogen werden. Auch nach Jerez de la Frontera, Sardinien,
Olbia und Cagliari will Niki neue Flüge aufnehmen.
"Krise hin, Krise her: das ist meine Chance und ich werde sie nicht ungenützt lassen.", erklärte Lauda.
Mit 26. März 2010 setzt Niki einen weiteren Schritt im Netzausbau und nimmt drei neue Direktstrecken ins Programm: ab Wien werden Barcelona (täglich), Nizza (täglich), Kopenhagen (täglich außer samstags) eingeführt. Möglich wird die Expansion der Streckennetze, indem die Flotte auf insgesamt 17 Fluggeräte aufgestockt wird.
Optionen für zwei weitere E190 eingelöstIn der vergangenen Woche erweiterte NIKI einen im Juli 2008 bei Embraer platzierten Auftrag über fünf E190 durch Einlösung von Optionsrechten auf sieben Einheiten. "Aus diesem Auftrag haben wir bereits im Mai und Juni jeweils ein Flugzeug erhalten", erklärte NIKI Geschäftsführer Gottfried Neumeister am Montag gegenüber aero.de.
Zwei weitere E190 sollen im Mai 2010 an die österreichische Fluggesellschaft ausgeliefert werden. "Das fünfte Flugzeug folgt im Oktober, die sechste und die siebte Maschine werden im März 2011 respektive im März 2012 an uns geliefert", sagte Neumeister. NIKI hält Optionen für drei weitere E190, für die noch keine Liefertermine festgelegt wurden.
Lufthansa erwartet härteren WettbewerbDie zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist an NIKI Luftfahrt mit 24,0 Prozent beteiligt. Marktführer Lufthansa hatte seine Belegschaft unterdessen im Oktober auf einen künftig härteren Wettbewerb in den Europanetzen eingestellt, nachdem der Preisdruck auf vielen Strecken weiter zunimmt.
Die "Erosion der Marktanteile" werde nicht auf die Hubs in Frankfurt und München begrenzt bleiben, schrieb die Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat".
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Mutig, mutig jetzt Auftraege fuer Flugzeuge zu platzieren.
Mutig, aber nicht dumm.
Vorteil dieser antizyklischen Bestellung sind die satten Rabatte beim Kauf.