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Entscheidung in Brandenburg

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Nachtflüge über BBI weitgehend möglich

BERLIN - Die brandenburgische Luftverkehrs- behörde hat heute ihre Entscheidung zum Umfang der Nachtflüge am Hauptstadtflughafen BBI bekannt gegeben. Nach der Entscheidung ist ein weitreichender Flugbetrieb von 5.30 bis 6 Uhr sowie von 22 bis 23.30 Uhr möglich – hier überwiegt nach Einschätzung der Behörde das öffentliche Interesse gegenüber den Lärmschutzbelangen der Anwohner.

Für die halbe Stunde vor Mitternacht hat die Behörde eine Verspätungsregelung verfügt. Für verfrüht in Berlin eintreffende Flüge gibt es ab 5 Uhr die Möglichkeit zu landen, um unnötigen Kerosinverbrauch zu vermeiden. Reguläre Linienflüge sind in der Kernnachtzeit von 0 bis 5 Uhr allerdings ausgeschlossen.

Durchschnittlich werden 77 Flugbewegungen in den so genannten Tagesrandzeiten zwischen 22 bis 24 und 5 bis 6 Uhr erwartet.

"Die Airlines haben den Bedarf für Flüge in den Randzeiten klar nachgewiesen. Mit der Entscheidung trägt die Behörde der Tatsache Rechnung, dass die Tagesrandzeiten für einen wirtschaftlichen Flugbetrieb heutzutage unabdingbar sind", sagte Flughafenchef Dr. Rainer Schwarz. "Diese Auffassung setzt sich derzeit in Europa immer stärker durch."

Kontingentierung hemmt künftiges Wachstum

Berlins Flughafen-Chef übte jedoch auch Kritik am Entschluss der Potsdamer Behörde. "Kurz- und mittelfristig können die Airlines und wir mit dem Beschluss sicher gut leben. Langfristig jedoch wird uns die strikte Kontingentierung zwischen 5 und 6 Uhr sowie zwischen 23 und 24 Uhr im weiteren Wachstum hemmen." Die Behörde erlaubt in diesem Zeitfenster eine maximale Anzahl von durchschnittlich 31 Flugbewegungen.

Zudem hat die Behörde entschieden, das Nachtschutzgebiet sowie den Bereich für die Entschädigung der Außenwohnbereiche zu vergrößern. "Darauf haben wir uns seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2006 vorbereitet", erklärte Schwarz. "Wir stellen uns ganz bewusst unserer Verantwortung für die Region und werden rund 140 Millionen Euro in einen möglichst weitreichenden Schallschutz unserer Nachbarn investieren."

Richtfest im Frühjahr 2010

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im März 2006 letztinstanzlich den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Hauptstadt-Airport BBI genehmigt und dabei Nachbesserungen beim Lärmschutz gefordert. Die Planfeststellungsbehörde hatte daraufhin entschieden, zur Vervollständigung der BBI-Planungsunterlagen ein sogenanntes Planergänzungsverfahren in die Wege zu leiten.

Die Berliner Flughäfen haben die Bauarbeiten für den BBI im September 2006 begonnen. Im Frühjahr 2010 steht das Richtfest für das BBI-Terminal an. Im Oktober 2011 wird der neue Hauptstadt-Airport seinen Betrieb aufnehmen.

© aero.de, Berliner Flughäfen | Abb.: Berliner Flugh�fen, Marion Schmieding / Alexander Obst | 20.10.2009 15:41




Leser-Kommentare (3)

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21.10.2009 12:20
selbst wenn ich dieses Häuschen hätte müsste ich mir halt sagen "Pech gehabt".
Warum sollen Millionen Fluggäste, Tausende Arbeitsplätze usw. gegenüber einem Anwohner benachteiligt werden?
Die Obstbauern um Finkenwerder sind genauso, da geht's noch nichtmal um ein Haus, sondern um ein paar Apfelbäume! Deswegen hat der Landebahnausbau Jahre gedauert und deswegen gibt es seit 40 Jahren keine Umgehungsstraße zum Airbuswerk! Das nebenbei die Anwohner in Finkenwerder stattdessen unter dem LKW Verkehr leiden interessiert dort ja auch nicht....
21.10.2009 11:43
Schade Leute, dass Ihr nur bis zu eurem eigenen Tellerrand schaut und nicht weiter. Natürlich weiß man in Schönefeld, dass es dort Flugzeuge gibt. Es ist aber schon ein Unterschied, ob jede Minute eines fliegt oder jede halbe bis ganze Stunde. Und wenn man dort ein Grundstück kauft, informiert man sich logischerweise über das Umwelt. Aber 1992 war von vom BBI noch nirgends die Rede, das Rathaus Schönefeld informierte sehr überzeugend, dass hier nie ein Großflughafen entstehen würde. Damals wollte man sogar den Flugplatz ganz schließen und ein riesiges Einkaufszentrum errichten. Und billg war das Grundstück ganz und gar nicht!!!! Aber dass jetzt sogar ein halber Wald abgeholzt wird, um die Bahnstrecke neu zu errichten...davon sprach nie jemand.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin für den Flughafen, da ich ein wenig wirtschaftlichen Aufschwung in dieser Ostgegend erwarte. Aber so, wie es läuft, ist es eben K..... Das ist genauso, als wenn Ihr Euch in beschaulicher Gegend ein kleines Häuschen baut, vor dem Haus ist eine Dorfstrasse und plötzlich fällt jemandem ein, dort eine Autobahn zu verlegen. :cry:
21.10.2009 07:45
Ich als alter Preuße begrüße die Entscheidung und möchte noch weiter gehen, seit 70 Jahren etwa gibt es diesen Flugplatz und bald Flughafen. Die Menschen die hier siedeln, wissen dies und sollten dies akzeptieren ansonsten von dannen ziehen. Wo käme Deutschland hin, wenn die Wirtschaft auf jeden kleinen Furz aus irgend einem Dorf reagieren muss, oder ist dies von Opportunisten oder gar Feinden Deutschlands gewollt? Ich will nicht hoffen!
Ich freue mich schon, öfter vom BBI in alle Weld fliegen zu können.
Also, ihr Hilfspreußen, alles Gute und good luck with the BBI
Didi


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