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Rekordbeteiligung bei russischer Luftfahrtmesse MAKS 2011

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Sukhoi Superjet 100, © Gerhard Vysocan, Edition Airside
MOSKAU - Von Superjet bis Sojus: An diesem Dienstag beginnt mit einer Rekord- beteiligung von 794 Ausstellern aus 40 Ländern in der Nähe von Moskau Russlands größte Luft- und Raumfahrtmesse MAKS. Als Ehrengäste der bis Sonntag (21.8.) laufenden Show werden Regierungschef Wladimir Putin und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erwartet. «Die MAKS hat sich mittlerweile unter den wichtigsten Ausstellungen ihrer Art weltweit etabliert», teilte Putin mit.

Russland präsentiert unter anderem Weiterentwicklungen des Mittelstreckenflugzeugs Superjet 100 und der Sojus-Raumkapsel.

Der Gastgeber nutzt die Messe auf dem Flugfeld Schukowski auch traditionell zur Demonstration militärischer Stärke, beispielsweise mit einer Modernisierung des Tarnkappen-Jets PAK FA T-50. Das Überschall-Flugzeug gilt als Antwort auf den US-Stealth-Jäger F-22.

Mit Spannung werden auch die ersten Modelle von neuen Trägerraketen und Kapseln für die bemannte Raumfahrt erwartet. Die Veranstalter rechnen mit einer halben Million Besucher zur MAKS, die seit 1993 alle zwei Jahre ihre Tore öffnet.

In Anwesenheit von Platzeck wird der Triebwerkstest-Spezialist AneCom Aero Test aus Wildau (Brandenburg) ein bilaterales Abkommen unterzeichnen. «Wir sind erfolgreich in diese Kooperation gestartet, dies gilt es jetzt auszubauen», teilte Platzeck in Potsdam mit. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist vertreten.

© dpa | 16.08.2011 08:25




Leser-Kommentare (3)

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23.08.2011 19:23
Meine Russischen Freunde strotzen wieder vor Kreativität. Die Veröffentlichungen zur Moskauer MAKS2010 sind fast alle alte Hüte.

Laut Novosti wurden 28 MS-21 von Ilyushin Finance fest bestellt. Die recht seltene Zahl 28 kenne ich doch schon durch eine Bestellung selbiger Ilyushin Finance vom July 2010 in Farnborough. Als Endkunde war CRECOM, Malaysia genannt.

Die zweite Novosti Nachricht benennt den Kauf von 50 MS-21 durch Rostechnologii. Auch das Ding ist schon seit Sept 2010 mit dem Kunden Rostechnologii für Aeroflot veröffentlicht.

Novosti meldet auch 10 Superjet für Gazpromavia. Jeder Verweis auf weitere schon bestehende Aufträge fehlt in diesen Statements. Einen solchen Auftrag von Gazpromavia über 10 Stück gibt es schon seit Juni 2009. Auf der Website des Superjet-Herstellers kann ich eine derartige Gazpromavia-Bestellung für 10 SSJ 100 von Farnborough 2010 finden.

Für die Superjet 100 meldet Novosti einen Auftrag über 12 Stück für Pt Sky Aviation, Indonesien. Dieser Auftrag scheint mir die einzige echte Nachricht der MAKS2010 zu sein.

Gruß Gustl
17.08.2011 10:03
Wie weit ist es überhaupt mit MS 21, wird die wirklich schon entwickelt?. Es gibt auf der englischen Wikipediaseite schon ziemlich genaue Daten und auch Aufträge, meist allerdings nur von Briefkastenfirmen.

Wirtschaftlich halte ich das ganze für Schwachsinn. Gegen Boeing/Airbus und C919 hat das Modell doch keine Chance. Es fehlt außerhalb Russlands einfach an Vertrauen unabhängig davon wie gut der Flieger wird und der Markt Russland selbst ist viel zu klein. Einige Millionen geringerer Preis können das nicht ausgleichen und bei den zu vermutenden Stückzahlen werden die Produktionskosten samt Entwicklung ohnehin astronomisch hoch sein. Aber der Staat zahlt ja.
16.08.2011 21:08
Was bedeutet diese Messe für den Zivilflugzeugmarkt?

Boeing schätzt ganz aktuell das Marktvolumen Russland/GUS für die nächsten 20 Jahre wie folgt:
Bestand an Jets 2011 = 1.140 Stück; Erwartung Bestand 2031 = 1.400 Stück
Neulieferungen 2011 – 2031 = 1.080 Stück.
- davon Single Asile ( B737/A320 / auch MS21 ) = 680 Stück;
- davon Smale/Medium Twin Asile ( B777/B787/A330/A350 ) = 200 Stück;
- davon VLA ( B747/A380) = 40 Stück;
- davon RegionalJets (Superjet/AN-148) = 160. (Quelle: Boeing NewsReleases/Statements vom 15.Aug.2011)

Also erwartet Boeing Neulieferungen von nur 54 Stück/Jahr. Davon wollen die Russen selbst fast alle Regionaljets und die Mehrzahl der Single Asiles ( MS-21) liefern.
Negativ formuliert kämpfen Airbus und Boeing also nur um ca. 20 B737/A320; um ca. 10 B787/ A350 und um ca.2 B747/A380 pro Jahr.
ABER deren Produktion ist ja für die nächsten 7 Jahre schon fast ausverkauft und die Kaufabsichtserklärungen und Verträge für den A320NEO nehmen fast täglich zu. Deshalb könnte in Moskau ein akuter Bestelldruck zum Kauf von weit über 100 Maschinen bestehen. In einer Woche werden wir mehr wissen.

Gruß Gustl

Dieser Beitrag wurde am 16.08.2011 21:12 Uhr bearbeitet.


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