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Restauration Super Star

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Restauration Super Star

AUBURN - Eine Flugzeuglegende wird wieder fliegen: Die berühmte Super Constellation, jenes viermotorige Langstreckenflugzeug des amerikanischen Herstellers Lockheed, das in den sechziger Jahren als die „Königin der Lüfte“ bezeichnet wurde. Die schlanke Maschine mit dem charakteristischen, dreiteiligen Leitwerk revolutionierte den internationalen Luftverkehr. Bei Lufthansa flog die „Superconnie“, wie sie liebevoll von den Piloten genannt wurde, unter dem Namen Super Star.



Dieses Flugzeug wurde zum Symbol für den Wiederaufstieg der deutschen Verkehrsfliegerei nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Super Star führte Lufthansa auch den legendären Senator Service ein. Während des Flugs bereitete ein Koch an Bord frische Speisen zu, und es gab Bier vom Fass. Lediglich 32 Passagiere fanden Platz auf diesen Flügen, die zwar nicht einträglich waren, aber erheblich zum Prestigegewinn der „neuen“ Lufthansa beitrugen. Doch mit Beginn des Zeitalters der Düsenflugzeuge im Luftverkehr verloren Propellermaschinen wie die Super Star nach und nach an Bedeutung.


Nicht jedoch bei Piloten und Fliegerfreunden. Ganz im Gegenteil: Die Liebe zu der Super Constellation überdauerte die Zeit. Die emotionale Verbindung zu diesem Flugzeug trug auch mit dazu bei, dass eine Super Constellation in absehbarer Zukunft wieder in Lufthansa-Farben in die Luft gehen wird. Im Rahmen ihrer Aufgabe zur Traditionspflege hat die Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung (DLBS) bei einer Versteigerung in Auburn im amerikanischen Bundesstaat Maine im Dezember des vergangenen Jahres drei Lockheed Super Star ersteigert.

Neben den in Auburn geparkten zwei ehemaligen TWA-Flugzeugen war auch die ehemalige Super Constellation der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-ALAN dabei. Nach einer ersten technischen Begutachtung der drei historischen Flugzeuge durch Experten der Lufthansa Technik zeigte sich, dass eines der beiden Flugzeuge in Maine wieder flugfähig gemacht werden kann. Triebwerke und Komponenten der beiden anderen erworbenen Flugzeuge werden für die Restaurierung der Maschine genutzt.

Dafür hat die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung die Lufthansa Technik AG beauftragt. Es ist geplant, die Restaurierung überwiegend in den USA vorzunehmen. Ehemalige Lufthansa Technik-Mitarbeiter, die das Flugzeug noch aus ihrem aktiven Berufsleben kennen, werden an dem Wiederaufbau mitarbeiten. Die von Lufthansa Technik in Hamburg eingesetzten Ingenieure und Überholungs-Spezialisten werden ein Team aus Lufthanseaten und lokalen Experten leiten. Eine große Aufgabe steht ihnen bevor. Allein einer der vier Motoren besteht aus rund 14 000 Einzelteilen.

„Die Super Star war in ihrer Zeit der Höhepunkt der Entwicklung propellergetriebener Verkehrsflugzeuge. Zusammen mit der Super Constellation verkörpert sie wie kein anderes Flugzeug den Wiederaufstieg der deutschen Verkehrsfliegerei nach dem Zweiten Weltkrieg“, sagt August W. Henningsen, Vorsitzender des Vorstandes der Lufthansa Technik AG. „Eine Super Star wieder flugfähig zu machen, ist für die Lufthansa Technik besondere Ehre und Herausforderung zugleich. Für die Enthusiasten unter unseren Mitarbeitern wird dies ohne Zweifel einer der Höhepunkte der beruflichen Laufbahn.“ Ziel ist es, die Wiederinbetriebnahme einschließlich der Abnahmeflüge sowie Piloten- und Technikertraining in den USA abzuschließen und das Flugzeug daraufhin nach Deutschland zu überführen.

Hier soll die Super Star dann voraussichtlich ab 2010 mit der Lufthansa-Kabine aus den 50er-Jahren und in historischer Lufthansa-Bemalung in den Flugbetrieb der DLBS aufgenommen werden. Dort hat man Erfahrung mit dem Betrieb von historischen Flugzeugen. Als wohl bekanntestes Modell betreibt die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung eine legendäre dreimotorige
Junkers Ju 52, mit der allein im Jahr 2007 knapp 9000 Fluggäste flogen.

Mit der Super Star eröffnete Lufthansa 1958 den weltweiten Nonstop-Langstreckenverkehr. Lufthansa hatte von 1955 bis 1967 bis zu sieben Super Constellation in der Flotte und 1956 vier Lockheed L1649A Super Star bestellt. Der Maschinentyp wies für die damalige Zeit imponierende Daten auf: Flügelspannweite 45 Meter, vier Curtiss-Wright 18-Zylinder-Doppelstern-Motoren mit je 2 540 kW Leistung und eine Kraftstoffkapazität von 37 000 Litern, die eine Reichweite von fast 10 000 Kilometer ermöglichte.

„Mit dem Erwerb und späteren Wiedereinsatz der Super Star untermauert Lufthansa jetzt erneut ihr Bekenntnis zur Traditionspflege. Mit der Super Constellation erinnern wir gleichzeitig an die Geburtsstunde des Interkontverkehrs und die enorme Aufbauleistung der Lufthanseaten“, sagt Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa. Am 6. Oktober 1967 wurde die letzte Lockheed Super Constellation der Deutschen Lufthansa außer Dienst gestellt. 40 Jahre später soll die „Königin der Lüfte“ wieder am Himmel zu sehen sein.

© Deutsche Lufthansa AG | Abb.: Deutsche Lufthansa AG | 04.11.2008 14:32




Leser-Kommentare (0)

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08.01.2011 11:41
WizzAir hat alle Flüge nach Warschau ab Ende Januar gestrichen. Der Flughafen selbst zeigt die Flüge noch. Weiss jemand, ob die Verbindung dauerhaft gestrichen wurde und was der Grund dafür ist. Germanwings hat ja vor Kurzem Warschau von Köln aus auch aufgegeben
13.11.2010 00:01
Herr Debus sieht die Dinge noch anders, ist gut informiert und bringt der AB bestimmt viele positive Dinge, bei CONDOR war das leider nicht moeglich, denn da sind die Schweizer Herren immer noch zu sehr an der Spitze.
Diese Schweizer waren fuer die deutsche Luftfahrt noch nie gut!!!
Nun geht der Streit schon wieder los in der Bodensee Gegend, diese Schweizer......
Hoffentlich kommen bei der airberlin und bei den restlichen "deutschen" Airlines nichts ans Steuer?
11.06.2010 12:22
Pilotentest:

Schon einige Jahre alt, macht aber immer noch Spaß.

 http://www.msf-longkamp.de/pilotentest.html

Für alle mit einem guten Zeitmanagement im Job :)

Sind euch noch andere bekannt? Das Sommerloch nähert sich ;)
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