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Ryanair setzt Boeing Frist zur Einigung über Großauftrag

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Ryanair in Weeze, © Flughafen Weeze
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BRÜSSEL - Ryanair setzt dem US Flugzeugbauer Boeing in den Verhandlungen um einen Großauftrag über 200 737-800 eine Einigungsfrist. Gespräche zwischen der Fluggesellschaft und Boeing wurden am Wochenede ergebnislos abgebrochen, erklärte Ryanair Vorstandschef Michael O`Leary am Dienstag am Flughafen Charleroi. Ryanair werde bei einer Vorstandssitzung am 17. Dezember über die Vergabe des Auftrags entscheiden.

"Boeing will Auslieferungs- und Garantiebedingungen gegenüber bestehenden Verträgen zu unseren Ungunsten ändern", begründete O`Leary das Scheitern der Gespräche. Eine Einigung über die Kaufpreise sei zuvor allerdings in greifbare Nähe gerückt.

"Es wäre das erste Mal, dass Einigkeit über die Preise besteht und die Verhandlungen an anderen Punkten scheitern", erklärte O`Leary gegenüber Medienvertretern.

Boeing habe jetzt bis zur Beschlussfassung durch Ryanair am Donnerstag kommender Woche Zeit, sein Angebot zu ändern, ergänzte O`Leary. Die 200 neuen Flieger, um die es bei den Verhandlungen geht, sollten in den Jahren 2013 bis 2016 ausgeliefert werden. Derzeit stehen 202 Boeing 737-800 im Dienst von Ryanair.

O`Leary hatte bereits im November mit einem Rückzug aus dem Verhandlungen gedroht und für diesen Fall eine Sonderausschüttung an die eigenen Aktionäre angekündigt. "Wenn wir unser Überschusskapital nicht effizient in neue Flugzeuge investieren können, sollten wir das Geld an die Aktionäre zurückgeben", sagte O`Leary.

Bis Ende 2012 sollen laut Boeing Kundenstatistik noch 102 737 aus bestehenden Aufträgen an Ryanair gehen. Scheitern die Verhandlungen über einen Folgeauftrag will Ryanair allerdings auch die kurzfristigen Wachstumsplanungen zurückfahren und Auslieferungen bestellter Flugzeuge verlegen.

Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende September bekam Ryanair die Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. Obwohl die Zahl der Fluggäste um 15 Prozent auf 36,4 Millionen Euro zulegte, sank der Umsatz um zwei Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro. Der Überschuss vervierfachte sich unterdessen auf 373,5 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr unter der Last der hohen Treibstoffkosten deutlich geschrumpft war.

Für die kommenden beiden Quartale erwartet Ryanair deutliche Verluste. "Die durchschnittlichen Ticketpreise werden in diesem Winter voraussichtlich um bis zu 20 Prozent zurückgehen", sagte O'Leary. Dies werde das Ergebnis in den Monaten Oktober bis März ins Minus drücken. Für das Gesamtjahr hielt der Ryanair-Chef hingegen an seinem Gewinnziel fest. Der Überschuss soll am unteren Ende der Spanne von 200 bis 300 Millionen Euro liegen.

Weitere Maschine nach Weeze


Ryanair wird im März 2010 eine weitere Boeing 737-800 auf ihrer Basis am Flughafen Weeze stationieren und zeitgleich zwei neue Strecken nach Lappeenranta (Finnland) und Szczecin (Polen) in Betrieb nehmen.

Damit erhöht sich die Ryanair-Flotte an dem niederrheinischen Flughafen auf acht Flugzeuge, teilte die irische Fluggellschaft am Dienstag mit.

© aero.de, dpa | Abb.: Flughafen Weeze | 09.12.2009 08:48




Leser-Kommentare (7)

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24.12.2009 10:48
Hast die Wette verloren, lol. Ist aber nicht schlimm. Ryanair sollte auch langsam verstehen das Anspruchsvolle Technologie und Miliarden entwicklung niemandem Kostenlos zu Verfügung stehen.
Soweit ich von der Presse mitbekommen habe ging es aber nicht um den Preis sondern um die Lieferbedienungen, da gab es keine Einigung.
Möglicherweise wollte O`Leary die Flieger in einen Monat geliefert haben hehehhe.

Gruß und Frohe Feiertage
09.12.2009 13:47
Boeing und Ryanair werden sich einigen, da gehe ich jede Wette ein. Alles andere können sich beide nicht erlauben. Ist aber clever von Boeing Zugeständnisse beim Preis zu machen um damit (vermutlich sehr unvorteilhafte) Klauseln aus dem bisherigen Vertrag zu ändern....

09.12.2009 13:40
Herr O'Leary ist scheinbar wie immer der Meinung, dass man nur genügend Medien-Tamtam veranstalten muss, um Sachen durchzudrücken und um davon abzulenken, dass man selbst mit dem Rücken zur Wand steht. Wenn er sich mal nicht täuscht. Naja, wir werden dann mit kaum vergleichbaren bzw. vorhandenem Gebahren erleben, wie er seine neuen B738 zu einem kaum veränderten Preis dann doch kaufen wird (mangels Alternativen)...


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