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Spaniens Fluglotsen beschließen Streik

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Spanair Airbus A320, © Deutsche Lufthansa AG
MADRID - Urlaubern und anderen Fluggästen droht in Spanien in den kommenden Wochen Ungemach. Die spanischen Fluglotsen beschlossen, mitten in der Reisesaison in den Streik zu treten.

Wie die Lotsengewerkschaft USCA am Dienstag mitteilte, stimmten 98 Prozent der Mitglieder bei einer Urabstimmung für eine Arbeitsniederlegung. Der Streik kann wegen der gesetzlichen Regelungen frühestens am 15. August beginnen.

Die Gewerkschaftsführung muss nun darüber entscheiden, wie lange der Streik dauern soll. Nach Medienberichten war von etwa drei Tagen die Rede. Die USCA will mit dem Streik gegen eine neue Regelung der Überstunden und der Ruhezeiten protestieren, die für die Lotsen starke Gehaltseinbußen bedeuten. Die spanische Regierung begründete ihre Entscheidung damit, dass die Lotsen in Spanien erheblich besser bezahlt seien als in anderen Ländern der Europäischen Union.

Die spanischen Fluglotsen sind außerdem verärgert darüber, dass die Regierung ihnen verdeckte Streiks vorgehalten hatte. In den vergangenen Monaten hatten sich auf den spanischen Flughäfen auffallend viele Lotsen krankgemeldet.

Die spanische Tourismuswirtschaft war besorgt über den anstehenden Streik. Der Hoteliersverband CEHAT forderte die Regierung auf, dafür zu sorgen, dass der Flugverkehr in Spanien nicht zusammenbreche. Er wies darauf hin, dass der Fremdenverkehr ein Schlüsselsektor der spanischen Wirtschaft sei. Im Monat August seien in Spanien zwölf Millionen Reisende unterwegs.

Die spanischen Fluglotsen hatten in der Vergangenheit mehrere Bummelstreiks abgehalten. Ihr letzter offizieller Streik liegt mehr als 20 Jahre zurück.

© dpa | 03.08.2010 19:24




Leser-Kommentare (5)

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07.08.2010 00:59
wenn man mit den spanischen lotsen in ihrer muttersprache kommuniziert ist alles tutti, aber auf englisch gibt es da schon so manche probleme. ist aber in italien und frankreich nicht anders. was den dienst nach vorschrift "bummelstreik" angeht, so muss ich sagen, dass es echt nervig ist, weil der leidtragende letztlich der passagier ist, der nun wirklich nichts für die probleme/befürchtungen der lotsen kann. es ist immer schwer sich mit der aktuellen wirtschaftlichen situation anzufreunden, wenn man jahrelang zu sehr guten bedingungen beschäftigt wurde. aber beim blick über den tellerrand sollte man sich der goodies bewusst werden, die man geniesst.

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2010 01:00 Uhr bearbeitet.
06.08.2010 22:49
mawi, und Du bist noch gleich wer? Hmm? In welchem Eurocontrol-Ausschuss sitzt Du, dass Du hier so herablassend reden kannst? Würd mich ja mal interessieren.
04.08.2010 11:25
Warum macht man das immer am gehalt fest? Ja, sie bkommen viel Geld. Aber sie haben auch ihren Lebensstil danach ausgerichtet. wenn man euch jetzt bei gleichem gehalt 20h mehr aufbürdet und euch 6 Jahre lang ohne gültigen tarifvertrag da stehe lassen würde, was würdet ihr machen?
Ich finde es unfair, als erstes wenn es um einen Streik geht, das gehalt auszupacken.Wird in Deutschland auch immer gemacht.
Und mawi: Directs are a goody, not a must!


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