Alaska Airlines
Älter als 7 Tage

Sparkurs frustriert Mitarbeiter und Passagiere

Alaska Airlines Boeing 737-900
Alaska Airlines Boeing 737-900, © The Boeing Company

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SEATAC - Für jeden Passagier nur noch eine Packung Kekse: dieses Detail birgt den Kern der Krise, die momentan bei Alaska Airlines schwelt. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und kämpft nun mit seiner eigenen Größe sowie der zunehmenden Konkurrenz in Seattle.

Seit Alaska Airlines 2016 den hippen kalifornischen Billigflieger Virgin America übernommen hat, gehört die Airline zu den Großen Fünf in den USA. Damals verkaufte die Premiumairline die Fusion mit dem Günstigflieger selbstironisch als die Kombination von "Schinken und Donut".

Zwei Jahre später kämpft Alaska Airlines mit ihrer eigenen Größe und droht, mit ihrem Sparkurs loyale Kunden und Mitarbeiter zu vergrätzen. Das berichtet die "Seattle Times".

Demnach steckt Alaska Airlines in dem Dilemma, in der Konkurrenz um den Heimatflughafen Seattle bessere Preise bieten zu müssen, gleichzeitig aber Kunden halten zu wollen, die seit Jahren die Servicequalität der Airline schätzen.

Zudem ist Kabinenpersonal unzufrieden, weil die Bezahlung niedriger ist als bei den Konkurrenten Delta, American und United.

Mitarbeiter fürchten um Kunden

Und die Piloten haben zwar eine Gehaltserhöhung bekommen, dennoch gärt es auch bei ihnen: zum einen, weil das Management die Verhandlungen mit der Gewerkschaft in einem Schiedsverfahren münden ließ. Zum anderen, weil die Bezahlung fünf bis sechs Prozent unter der für vergleichbare Posten bei der Konkurrenz liegt.

Über Alaska Airlines
Typ Linienfluggesellschaft
Basis Seattle Tacoma Int'l
Maschinen 155
Destinationen 120
Routen 338
© Daten bereitgestellt von ch-aviation
Jahrelange Kunden der Alaska Airlines bemerken laut "Seattle Times" bereits eine Verschlechterung des Service. In diesem Zusammenhang ist die Keksepisode nur ein Beispiel. Auch Verspätungen haben demnach zugenommen. Die Mitarbeiter sorgen sich um die Reputation ihrer Airline, schreibt die "Seattle Times".

Die Verschlechterung des Service kommt zeitgleich mit einer Qualitätsoffensive bei Delta und verschärft so das Dilemma der Alaska Airlines.

Die Alaska Air Group ist in drei Jahren um 64 Prozent gewachsen und beschäftigt nun über 23.000 Mitarbeiter. "Die Fusion läuft gut", teilte Airline-Chef Brad Tilden seinen Mitarbeitern Ende 2017 mit. Die sehen das anders.
© aero.de (boa) | Abb.: Alaska Airlines | 11.01.2018 08:10

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Beitrag vom 12.01.2018 - 07:32 Uhr
@Marvin6000

Da müssten Sie sich aber zuerst ein wenig informieren. Alaska Airlines hat in der jüngeren Geschichte genau eine Übernahme getätigt, nämlich diejenige von Virgin America. Und die Übernahme läuft auch nach Plan. Zudem ist Alaska Airlines hochprofitabel, etwas, was man von Air Berlin nie behaupten konnte.

Was nicht von der Hand zu weisen ist: Die Airline wird sozusagen Opfer ihres eigenen Erfolges, aufgrund dessen sie in den letzten 10 Jahren tatsächlich enorm gewachsen ist. Das bringt immer Probleme mit sich.
Beitrag vom 11.01.2018 - 22:29 Uhr
Erinnert mich ein bisschen an den Kaufrausch von Air Berlin.


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