WIEN - Die von schweren Personalkonflikten gebeutelte Lufthansatochter erhält Familienbeistand. Zum verkehrsreichen Pfingstwochenende übernehmen Mutter Lufthansa und Schwester Swiss einige AUA-Strecken. Dies bestätigte AUA-Sprecher Peter Thier am Montag der Wiener "Presse". Bereits zum letzten Wochenende bewahrte Lufhansa mit einer kräftigen Aufstockung ihrer Wien-Kapazitäten ihre österreichische Tochter vor einem absehbaren Engpass.
So setzte die AUA-Mutter am Sonntag Morgen zwischen Wien und Frankfurt statt einem Airbus A321 eine fast doppelt so große Boeing 747-400 ein. Mangels Crews fiel bei der AUA auf der Strecke am Abend zuvor eine Rotation aus.
Vorbeugend für das Pfingstwochenende sollen nun Swiss und Lufthansa einige AUA-Rotationen übernehmen. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten braucht Austrian auf ihren Osteuropastrecken, erklärt Thier die Rochade.
Wie berichtet, fielen bereits am Wochende zuvor wegen angeblicher Häufung von 'Unfit-to-fly' Meldungen bei den AUA-Piloten 24 AUA-Flüge aus. Zusammenhänge mit der anstehenden Auslagerung des AUA-Flugbetriebs zu Tyrolean wies AUA-Betriebsrat Karl Minhard indess mehrfach zurück. Es gäbe keine markante Häufung von Krankmeldungen, die Ausfälle seien vor allem auf Planungsfehler zurückzuführen.
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