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Paris Air Show 2011

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Tag 1 im Überblick – Milliardenaufträge für die großen Flugzeugbauer

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Paris Air Show 2011, © aero.de
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PARIS - Die weltgrößte Luftfahrtschau bei Paris bescherte den Flugzeugbauern zum Start einen Auftragsboom von mehr als 20 Milliarden Euro. Drei Viertel davon heimste Europas größter Flugzeugbauer Airbus ein. Aber nicht nur die Großen, auch die Kleinen profitierten vom neuen Kaufinteresse der Airlines. Die Nachfrage auf der Messe in Le Bourget konzentrierte sich vor allem auf die modernsten Maschinen der beiden größten Flugzeugbauer, Airbus und Boeing.

Allein für die spritsparende Neuauflage des verkaufsstarken Mittelstreckenfliegers A320 gab Airbus am Montag den Absatz von 90 Maschinen bekannt - 60 für die Leasinggesellschaft von General Electri, 30 für die skandinavische SAS.

Zudem unterzeichnete der Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation (ALC) einen Vorvertrag über insgesamt 62 Flugzeuge der Typen A320neo, A330 und A321. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von rund sieben Milliarden US-Dollar (4,9 Mrd Euro). Der Löwenanteil entfällt mit 50 Fliegern auf die A320neo-Familie. Hinzu kommen elf Exemplare des mehr als doppelt so teuren Langstrecken-Jets A330 sowie ein Airbus A321 in der bisher angebotenen Version. Saudi-Arabien orderte vier A330-300 für rund 630 Millionen Euro.

Boeing erhält Orders für 747-8i

Auch Boeing zeigte sich zufrieden. Eine wichtige Order kam von unbekannt gebliebenen Auftraggebern für die jüngste Version von Boeings mehr als 40 Jahre altem Jumbo-Jet. Für die 747-8 Intercontinental - das längste Passagierflugzeug der Welt - hätten zwei Kunden feste Bestellungen und Vorverträge für 17 Exemplare unterzeichnet, teilte das US-Unternehmen mit. Laut Preisliste wäre das ein Gesamtwert von 5,4 Milliarden US-Dollar (3,8 Mrd Euro). Eine Airline habe 15 Maschinen, eine andere zwei Jumbos bestellt. Das Flugzeug fasst im Drei-Klassen-Konzept 467 Passagiere und tritt gegen den noch größeren, doppelstöckigen Airbus A380 an. Boeing winkt zudem ein Auftrag über 29 Maschinen vom Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation.

Auch andere Hersteller wie Embraer, Bombardier und ATR konnten eine Reihe Flugzeuge absetzen (siehe "Verwandte Themen"). So bestellten die indonesische Sriwijaya, die kasachische Air Astana sowie die Leasingfirmen Air Lease und GE Capital Aviation insgesamt 39 E-Jets.

Insgesamt prägte Optimismus den Auftakt der 49. Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget bei Paris. "Die Luft- und Raumfahrtindustrie schaut nach der globalen Krise wieder nach vorne und konzentriert sich auf internationales Wachstum", heißt es auch in einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger.

Viele Länder mit Neuentwicklungen

Im Bereich der Kurzstrecken-Verkehrsflugzeuge sind neben den Chinesen auch Brasilianer, Kanadier und Russen mit Neuentwicklungen vertreten. Sie testen mit ihren Produkten die globale Dominanz der Rivalen Airbus und Boeing an. Im Rüstungsbereich präsentieren zahlreiche Unternehmen erstmals in größerem Maße ihre Lösungen gegen Internet-Piraterie ("Cyber-Crime"), mit denen sie angesichts der knappen Verteidigungsbudgets vieler Staaten ausbleibende Rüstungsausgaben kompensieren wollen.

Aus Deutschland sind 79 Unternehmen in Le Bourget vertreten, wie der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) berichtete. Die Branche repräsentiert in Deutschland mit ihren 95.400 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von knapp 25 Milliarden Euro. Star der Messe dürfte das Solarflugzeug Solar Impulse sein, das die Suche der Branche nach energiesparenden Lösungen beim Antrieb ihrer Flugzeuge symbolisiert. Dazu gehört auch der erste transatlantische Flug eines Gulfstream-Jets von New Jersey nach Le Bourget mit Biosprit. Insgesamt sind 2.100 Aussteller auf der Messe präsent.

© dpa-AFX | Abb.: aero.de | 21.06.2011 07:42




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