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Maßnahmen angedroht

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Tarifverhandlung für Lufthansa-Kabinenpersonal stockt

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Economy-Class-Sitze in der Lufthansa-A380, © Lufthansa AG (Rolf Bewersdorf, Gregor Schlaeger)
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FRANKFURT - Die Tarifverhandlungen für rund 18 000 Kabinenbeschäftigte bei der Deutschen Lufthansa sind ins Stocken geraten. Die Gespräche sind unterbrochen, ohne dass man sich auf einen neuen Termin geeinigt hätte, berichteten das Unternehmen und die Gewerkschaft Unabhängiger Flugbegleiter Organisation (UFO) am Freitag in Frankfurt übereinstimmend. Zuletzt hatte Lufthansa mit Maßnahmen gedroht für den Fall, dass die Gespräche scheitern.

Der UFO-Vorsitzende Nicoley Baublies verlangte vom Management, endlich die kompletten Pläne zur Zukunft der Besatzungen auf den Tisch zu legen.
Anderenfalls werde man ein Forderungspaket schnüren, für das innerhalb kurzer Zeit ein Streik ausgerufen werden könne. Dies könne bereits Mitte Juni so weit sein.

In der vergangenen Woche hatte Lufthansa den Mitarbeitern mit einseitigen Maßnahmen für den Fall gedroht, dass man nicht zu einer Einigung komme. Europas größte Fluggesellschaft produziert ihre Dienstleistungen zu teuer und sieht die eigenen Kostenstrukturen auch beim Personal als immer weniger wettbewerbsfähig. Im Rahmen des Kostensenkungsprogramms «Score» soll die Ertragskraft bis zum Jahr 2015 um 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gesteigert werden.

Das Management will beim Kabinenpersonal die Vergütungsstruktur umbauen, die Produktivität durch längere Arbeitszeiten erhöhen und neue Leute grundsätzlich nur noch befristet einstellen. Außerdem wird über eine tarifliche Eigenständigkeit der neuen Direktflugeinheit «Direct4U» nachgedacht.

Baublies lehnt die meisten Vorschläge ab. So müsse auf die generelle Befristung verzichtet werden, weil diese Zeiten nicht auf die Altersversorgung angerechnet würden. Eine Direktfluggesellschaft sei als interne Planungseinheit in Ordnung, dürfe aber nicht zu einer Billiglohnlinie im Konzern führen.

UFO wolle einen einheitlichen Personalkörper innerhalb der Lufthansa erhalten, der vielleicht unterschiedliche Plattformen enthalte, schrieb die Gewerkschaftsführung an die Mitglieder. «Wir wollen nicht, dass die verschiedenen Personalgruppen gegeneinander ausgespielt werden», sagte Baublies der Nachrichtenagentur dpa. Auch gegen den für Sonntag geplanten erstmaligen Einsatz von Leiharbeitern an Bord von Lufthansa-Maschinen werde man sich weiterhin wehren.

© dpa | Abb.: Lufthansa | 01.06.2012 15:57




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